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Landtagswahl 2008: Suthfelder als CDU-Kandidat für neuen Wahlkreis Schaumburg nominiert

Runkel erzielt 100 Prozent der Stimmen

Stadthagen (ssr). Das ist nicht zu toppen: Mit einer Rückendeckung von 100 Prozent kann Joachim Runkel als CDU-Kandidat für die Landtagswahl 2008 im neu gebildeten Wahlkreis Schaumburg in den Wahlkampf ziehen. Einstimmig hat eine von 101 Parteimitgliedern besuchte Wahlkreisversammlung der Union gestern Abend die Nominierung des 52-jährigen Suthfelder Landtagsabgeordneten ausfallen lassen.

veröffentlicht am 14.02.2007 um 00:00 Uhr

In gelöster Stimmung gratulieren Klaus-Dieter Drewes (l.) und Gu

So viel Harmonie, gute Laune und Einmütigkeit hat es selten gegeben in den vergangenen Jahren bei Kandidaten-Küren der Schaumburger Union. Kaum 45 Minuten hat sie gedauert im Stadthäger Ratskellersaal - die Nominierung des seit vier Jahren im Landesparlament tätigen Runkel als CDU-Kandidat für den künftig einzigen reinen Schaumburger Landtagswahlkreis. Nicht der Hauch eines Misstons war vernehmbar, die Stimmung geradezu aufgekratzt heiter. Nach Bekanntgabe des Stimmergebnisses gab es stehende Ovationen für den Kandidaten. Runkel hatte sich in seiner Vorstellungsrede dafür entschieden, die unruhigen Zeiten der Schaumburger Union in den vergangenen Jahren - zumindest was seine eigene Person betraf - wie den Stier bei den Hörnern zu packen. "Ganz offensiv" wolle er im Rückblick auf das Hickhack der Kandidatenkür für die Bundestagswahl 2005 aussprechen: "Es war damals mein Fehler, dass ich zu spontan öffentlich über eine mögliche Kandidatur für Berlin nachgedacht habe." Denn die Wähler hätten ihn in den Landtag geschickt, dem wolle er sich einschränkungslos widmen. Ohnehin habe er sich in jener Zeit als damaliger Schaumburger CDU-Vize "zu oft in dasoperative Geschäft der Kreis-CDU eingemischt", räumte er ein. Diesen kritischen Punkt entschlossen abgehakt, konnte sich Runkel in seiner 15-minütigen Rede einem Parforce-Ritt durch seine landespolitischen Betätigungsfelder widmen. Eingehend berichtete er etwa von seiner Arbeit im aktuell öffentlich stark beachteten Transrapid-Untersuchungsausschuss. Vehement formulierte er: "Die Ursache des tragischen Unfalls war nicht ein Fehler der Transrapid-Technik selbst, sondern die Nichtbeachtung der Verkehrsregeln durch den Betreiber." Runkel, der betonte, auch weiterhin als selbstständiger Ingenieur tätig bleiben zu wollen, nannte die Stichworte Energiepolitik, Umweltschutz, Hochschulpolitik und Tourismusförderung als weitere Schwerpunkte seiner Parlamentstätigkeit. Der CDU-Kreisvorsitzende Klaus-Dieter Drewes sagte mit Blick auf die Wahlkreisreform, also die Zusammenlegung von zwei Teilen des Schaumburger Landes mit anderen Wahlkreisen, "dass in Zukunft hoffentlich drei CDU-Abgeordnete die Schaumburger Interessen vertreten werden".

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