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Kunstpfad als gelungene Alternative zu Museen / Geöffnet bis 21. November

"Rundum sympathischer Parcours": Rinteln wird zur Galerie Innenstadt

Rinteln (crs). Beim Einkaufsbummel Kunst entdecken, beim Museumsbesuch Einkäufe erledigen: Die "Galerie Innenstadt" schafft in Rintelns Fußgängerzone zum dritten Mal eine gelungene Symbiose von Kunst und Kommerz. Bis einschließlich Freitag, 21. November, zeigen 20 Innenstadt-Geschäfte die Werke von 22 Künstlern aus der Region. Am Freitagabend ist die vom Stadtmarketingverein Pro Rinteln organisierte Ausstellung mit einer Vernissage in der Volksbank-Hauptstelle feierlich eröffnet worden.

veröffentlicht am 10.11.2008 um 00:00 Uhr

Der Kunst einen Raum geben: In der Hauptstelle der Volksbank in

Dass die Galerie Innenstadt in ihrer dritten Auflage zum Selbstläufer geworden ist, hat Annette Achilles als Chef-Organisatorin sogar ein wenig überrascht. Sie habe gar nicht nach möglichen Künstlern für die Ausstellung suchen müssen, bekannte die Stadtmanagerin: "Die haben sich richtig bei uns beworben!" Entsprechend bietet die Galerie einen Querschnitt durch die heimische Kunstszene: Aus Rinteln und Bückeburg, Stadthagen und dem Extertal stammen die Künstler, Malerei und Installationen, Skulpturen, Fotografie und Kalligrafie zeigen sie. "Wir wollen eine so attraktive Stadt wie Rinteln durch Kunstobjekte noch attraktiver machen", umriss Michael Eggersmann als stellvertretender Vorsitzender vonPro Rinteln den Hintergrund der Aktion. Eggersmann bedankte sich bei den teilnehmenden Geschäftsinhabern und würdigte den Initiator der Galerie Innenstadt: Frank Berger, der im März verstorbene Verlagsleiter unserer Zeitung, selber als Künstler aktiv, habe die zündende Idee und den nötigen Umsetzungswillen gehabt, erinnerte Eggersmann. "Frank Berger ist der eigentliche Gründer der Galerie Innenstadt." Auch nach seinem Tod sei seine Kunst präsent: In der Geschäftsstelle der Schaumburger Zeitung sind einige von Bergers Werken zu sehen. Kulturwissenschaftler Dr. Andreas Hoppe würdigte die Rintelner Galerie Innenstadt in seinen einführenden Betrachtungen als Belebung der Kunstszene, insbesondere als gelungene Alternative zu herkömmlichen Ausstellungsformen. "Es gibt Museen, die machen einen fertig", bekannte der Kulturfreund offen. Unermesslich groß seien viele Museen, "noch dazu scheinen sie ganz ohne Sauerstoff zu sein". Diese "verbesserungswürdigen Zustände" würden geradezu nach neuen, anderen Wegen der Kunstpräsentation rufen: Mit einem Kunstpfad wie der Galerie Innenstadt als rundum sympathischem "Parcours" habe die Stadt Rinteln die goldene Mitte getroffen. "Hier kann man vollkommen ungezwungen verweilen, muss keine Strecke zurücklegen." Nur eines könne die Galerie Innenstadt nicht, schloss Hoppe: "Sie kann nicht zu Ihnen ins Wohnzimmer kommen." Es sei denn, man erwerbe eines der Werke. EinenÜberblick über sämtliche Künstler der dritten Galerie Innenstadt bietet die Volksbank an der Klosterstraße: Hier hat jeder Künstler ein Werk ausgestellt. "Es gibt wirklich Interessantes zu entdecken", freute sich auch Marktbereichsleiter Ansgar Haverkamp über die vorübergehende Bereicherungder Innenausstattung des Geldinstituts. "Dafür haben wir unsere ansonsten durchaus wichtigen Zinsblättchen gerne zur Seite geräumt..."



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