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Portas Bürgermeister bei Sprengung in Kleinenbremen dabei / Noch keine Entscheidung zu "Dyna"-Ansiedlung

Runder Tisch soll Zündstoff aus den Sprengungen nehmen

Kleinenbremen (rc). Die Stadt Porta will sich aktiv als Mittlerin in Sachen Sprengungen in der Grube "Bergmannsglück" in Kleinenbremen einschalten. Betroffene Anwohner, Bergverwaltung und Barbara Rohstoffbetriebe sollen an einem Runden Tisch zusammengebracht werden, um spürbare Verbesserungen für die Anwohner zu erreichen.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 09:57 Uhr

In einer Pressemitteilung betonte Portas Bürgermeister Stephan Böhme zudem, dass es noch keinerlei Entscheidung über die Ansiedlung eines Unternehmens gibt, das in der Grube - mit so genannten Sprengplattierungen, also Sprengungen - Verbundwerkstoffe zusammenfügen will. Bisher stehe im Raum, ob die Grube hierfür geeignet ist. Erst wenn Probesprengungen, die bis heute nicht durchgeführt worden sind, zu positiven Ergebnissen führen, soll ein entsprechender Antrag gestellt werden. Ein Sprecher der Firma Dyna Energetics habe ihm gegenüber betont, dass dem Unternehmen der Konsens mit den Anwohnern sehr wichtig sei, da die Sprengungen durchaus nachweisbare Erschütterungen mit sich bringen könnten. Sollte sich das Unternehmen für den Standort Kleinenbremen entscheiden, könnten zusammen mit der Weiterverarbeitung in Nammen biszu 60 neue Arbeitsplätze entstehen. Die jetzt laut gewordenen Beschwerden hätten jedoch keinerlei Zusammenhang mit den Ansiedlungsplänen der Firma. Um sich ein Bildüber die jetzt für den Gesteinsabbau durchgeführten Sprengungen zu machen, nahm Portas Bürgermeister im Haus eines Kleinenbremer Anwohners an einer Sprengung teil, in dem auch Vertreter der Barbara anwesend waren und in dem ein Messgerät installiert war. Auch diese Sprengung ergab, dass die Grenzwerte deutlich unterschritten wurden. Durch den Vertreter der Barbara sei erklärt worden, dass der Abbau mittlerweile weiter fortgeschritten sei und sich von der Bebauung entfernt habe. Außerdem seien die Sprengungen optimiert worden. Stephan Böhme: "Bei diesem Ortstermin ist sehr deutlich geworden, wie wichtig für die Anwohner eine umfassende Information über die Abläufe ist." Die Stadt Porta habe zwar keine Entscheidungs- und Prüfkompetenz, unterstütze aber stets die Anliegen der Kleinenbremer. "Das werden wir auch in Zukunft so halten. Wir nehmen die Beschwerden der Menschen sehr ernst."

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