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Bürgermeister nimmt Planer in Schutz

"Rufschädigung": Rinne contra Edeka

Bad Eilsen (tw). Horst Rinne ist empört: Als "Stimmungsmache", ja "Rufschädigung" wertet Bad Eilsens Bürgermeister das jüngste Schreiben, das Andreas Stegemann, Geschäftsführer Edeka-MIHA Immobilien-Service, an ihn, aber auch an die Fraktions- und den Bauausschuss-Vorsitzenden geschickt hat. Rinne stellt sich ohne Wenn und Abervor den Planer.

veröffentlicht am 12.01.2007 um 00:00 Uhr

Wie berichtet, hatte Stegemann moniert, dass die "Zusammenarbeit" mit besagtem Planer beim Projekt Neukauf-Markt "äußerst unbefriedigend" sei - nicht zuletzt, weil die Kontaktaufnahme immer wieder scheitere. Rinne gestern gegenüber der Landes-Zeitung: "Ich verwahre mich gegen die Art und Weise, wie man den Mann angeht." Er selbst sei "heilfroh", dass der Planer eben nicht primär die Konzern-Interessen, sondern die der Gemeinde vertrete. Weil er an das Projekt nicht blauäugig heran gehe, habe er Bad Eilsen schon viel Geld gespart. Auch den Vorwurf der Nichterreichbarkeit des Gemeinde-Planers lässt der Bürgermeister so nicht stehen: "Soweit ich weiß, hat Herr Stegemann nur ein einziges Mal versucht, ihn zu kontaktieren." Dass das offensichtlich nicht geklappt habe, könne nur mit dem Trubel der (Vor-)Weihnachtszeit zusammen hängen. ImÜbrigen zeigt sich Rinne überrascht davon, wie "schlecht" der Edeka-Geschäftsführer informiert sei: "Kurz vor Weihnachten hat es ein Gespräch gegeben, an dem neben mir auch der Planer und (Edeka-)Architekt Hans-Dieter Söfker teilgenommen haben." Dabei sei Söfker über den Fortgang der Dinge unterrichtet worden. Rinne: "Das Gutachten, welches wir - ungefragt - von Professor Dr. Franz Beckenbauer im Edeka-Auftrag erhalten haben, ist parteiisch. Unser Planer soll die Aussagen jetzt durch einen unvoreingenommenen Schallschutz-Expertenüberprüfen lassen." Das Ergebnis steht noch aus. Die geforderten Antworten auf seinen sieben Punkte umfassenden Fragenkatalog zum Stand und Fortgang des Projekts werde Stegemann von ihm, Rinne, jedenfalls nicht erhalten: "Schon deshalb nicht, weil ich diese Fragen zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht beantworten kann." Lediglich eine Einladung zur nächsten Sitzung des Bauausschusses, bei der das Thema - öffentlich - diskutiert wird, werde Stegemann vom Bürgermeister bekommen. Wegen einer Termin-Kollision ist diese Sitzung jetzt auf Donnerstag, 1. Februar, verlegt worden. Geplanter Beginn: 17 Uhr.



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