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Heimat-und Kulturverein bedauert Schritt / Markant-Pächter suchen neuen Markt in der Region

Rückschlag: Hohmanns verlassen den Vorstand

Bad Eilsen (sig). Nach wie vor ist der Vorstand des Heimat und Kulturvereins bemüht, die Basis der Teammitarbeiter zu verbreitern. Bei dieser Absicht gibt es jetzt jedoch einen Rückschlag: Das Ehepaar Steffen (Schatzmeister) und Claudia Hohmann (Schriftführerin) hat seine Ämter am Dienstagabend bei der Jahresversammlung im Haus des Gastes zur Verfügung gestellt. Beide sehen ihre wirtschaftliche Zukunft im Markant-Markt durch den geplanten Bau des Edeka-Marktes in Bad Eilsen als gefährdet an. Sie bemühen sich deshalb, einen anderen Lebensmittelmarkt in der Region zu übernehmen.

veröffentlicht am 02.06.2006 um 00:00 Uhr

Ein herber Verlust für den Heimat- und Kulturverein ist das Auss

Der Vorstand bedauert ihr Ausscheiden sehr. Beide haben außerordentlich engagiert mitgearbeitet, unter anderem bei der Gestaltung und Illustration der Faltblätter sowie der Halbjahresprogramme und Plakate. Steffen Hohmann hat außerdem maßgeblich zu einer gelungenen Lichtbilderschau über den Kurort beigetragen. Erfreulicherweise konnte eine wichtige Position sofort neu besetzt werden. Als Schatzmeisterin fungiert künftig Jutta Schmidt-Hauschildt. In die Aufgaben der Schriftführung teilen sich vorerst die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Peter Buschmeier und Markus Lehmann. Themawechsel: Aufgrund der Vielzahl von Veranstaltungen in Eilsen wird es immer schwieriger, Terminüberschneidungen zu vermeiden. Ein besseres Abstimmen der Planungen scheint dringend geboten. Hauptveranstalter sind die Gemeinde einschließlich der Kurverwaltung und der Heimat- und Kulturverein, der es im vergangenen Veranstaltungsjahr auf immerhin 31 Angebote brachte. Daneben gibt es noch die Aktivitäten der Kirche, der verschiedenen Vereine, Sozialverbände und sonstiger Organisationen. Auch mit dieser Problematik befasste sich der Heimat- und Kulturverein am Dienstagabend. Dabei stellte man zum Beispiel fest, dass genau am Tag des nächsten Eilser Bauernmarktes am 1. Oktober in Luhden ein besonders attraktives Erntedankfest in historischem Gewand gefeiert wird. Die stellvertretende Bürgermeisterin von Bad Eilsen, Christel Bergmann, bedauerte diese Entwicklung. Sie schlug vor, dass sich alle Beteiligten möglichst schon im Herbst zusammensetzen sollten, um die Planungen für das folgende Jahr aufeinander abzustimmen. Nicht jede Überschneidung ließe sich so verhindern, aber zumindest bei Veranstaltungen mit überörtlicher Bedeutung sollte man sich nicht gegenseitig die Besucher wegnehmen. Der Vorstand des Heimat- und Kulturvereins hat im vergangenen Jahr die Erfahrung machen müssen, dass nicht alle seine Angebote in der Bevölkerung auf den gewünschten Widerhall gestoßen sind. Die Anzahl der Teilnehmer stand in diesen Fällen in keiner Relation zu der geleisteten Vorarbeit. Das soll in Zukunft natürlich verhindert werden. Deshalb befragte der Vorsitzende Friedrich Winkelhake schon während der Versammlung die Mitglieder, welche Veranstaltungen bei ihnen Priorität haben. Die Auswertung zeigte, dass die meisten Teilnehmer eine Fortsetzung des "Literarischen Kabinetts" wünschen. Auch die Veranstaltungsserie "Platt op de Deel" findet weiterhin starken Anklang, ebenso wie "Kultur op de Deel". Winkelhake möchte auch die Erlebniswanderungen und die historischen Rundgänge fortsetzen, die leider allerdings nicht immer den erhofften Zuspruch fanden. Unter anderem solles im September wieder zwei "Schnatgänge" durch Bad Eilsen geben. Dass Friedrich Winkelhake allein bei 19 von 31 Veranstaltungen die Hauptrolle spielte und sie sowohl vorbereitete als auch ausführte, sieht selbst er als nicht zu wiederholende Belastung an. Deshalb möchte der Vorsitzende etwa das Ausrichten der plattdeutschen Abende in andere Hände geben. In Bückeburg, Stadthagen und Rinteln haben sich aus einem solchen Interessentenkreis spezielle Stammtische entwickelt. Übrigens: Obwohl es die Arbeit des Heimat- und Kulturvereins verdient hätte, dass sich ihm mehr Mitglieder anschließen, geht es auf diesem Feld nur langsam voran. Aber immerhin: Finanziell hat der Vorstand alles im Griff und schreibt schwarze Zahlen.

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