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Ein Traum wurde Wirklichkeit: Der Motor einer Gartenfräse treibt die Schaufelräder an

Rudi Ruschmeiers Schaufelradbötchen

Hameln. Nachdem Vorsitzender Alfred Harland über 70 gut gelaunte Clubmitglieder zum Hafenfest begrüßt hatte, kam für Rudi Ruschmeier der große Moment, als er seine Eigenkonstruktion zu Wasser brachte. Hatte er doch einige Monate an seinem – zugegebenermaßen – etwas verrückten Traum, ein Boot mit Schaufelradantrieb zu bauen, gebastelt.

veröffentlicht am 22.09.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 08:21 Uhr

Hameln. Nachdem Vorsitzender Alfred Harland über 70 gut gelaunte Clubmitglieder zum Hafenfest begrüßt hatte, kam für Rudi Ruschmeier der große Moment, als er seine Eigenkonstruktion zu Wasser brachte. Hatte er doch einige Monate an seinem – zugegebenermaßen – etwas verrückten Traum, ein Boot mit Schaufelradantrieb zu bauen, gebastelt. „Kaufen kann jeder“, so seine Worte – „ich baue mein Schiff selbst, das macht mir Spaß“, lacht der 72-Jährige aus Osterwald, dem man sein Alter nicht ansieht. Mit technischen Finessen und spaßigen Details hat er seine Idee zur Freude der anwesenden Clubmitglieder umgesetzt. So staunte man über einen beleuchteten Schminkspiegel ebenso, wie über seine integrierte Minikombüse. Den Antrieb der Schaufelräder übernimmt souverän der Motor einer Gartenfräse.

Nach der Flaggenparade taufte Larissa Ohms den „Schaufelraddampfer“ auf den Namen Rudi und schickte den Hingucker mit den Wünschen „Allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“ hinaus auf die Weser. Begleitet von der MCH-Armada führte die Fahrt zur Weserpromenade. Zurück im Sportboothafen, wartete schon die Kaffeetafel auf die Skipper mit ihren Besatzungen. Bei der anschließenden Clubmeisterschaft ging es mal nicht um Zeitfahren innerhalb eines vorgeschriebenen DMYV-Parcours, sondern in einem theoretischem Teil mussten revierkundliche und bootstechnische Fragen beantwortet werden. Unter den strengen Augen der beiden Wettkampfrichter Hans-Peter Grüllich und Sportwart Christian Steding mussten die Teilnehmer zeigen, dass sie noch alle gängigen Seemannsknoten stecken konnten. Bei den anschließenden Fahrmanövern im Fahrschulboot bewiesen alle Teilnehmer, dass sie diese überwiegend gut bewältigten und so nach der Auswertung dicht beieinander lagen. Den ersten Platz belegte Arne Harland, gefolgt von Larissa Ohms und Petra Unger. Ein begehrter Sitzplatz war die rustikale Sitzgruppe unter der Tündern-Eiche – Eine Spende zum Hafenfest von Clubmitglied und Zimmermeister Oliver Ohms. Vom Erlös der von Roselies Lutzke und Ursel Nießner organisierten Tombola wurden 100 Euro an die „Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“ gespendet. Nach der Stärkung am Grill feierten alle mit Musik und guten Gesprächen bis in den frühen Morgen.

Ein Exot auf der Weser: Rudi Ruschmeier mit seinem Raddampfer Rudi auf Jungfernfahrt im Stauwasser der Hamelner Schleuse.


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