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Gudrun Vauth und Dieter Wilharm-Lohmann Stellvertreter im neuen Ortsrat Meinsen-Warber

Rudi Beier erster gemeinsamer Bürgermeister

Meinsen/Warber (bus). Rudolf Beier ist - erwartungsgemäß - zum ersten gemeinsamen Ortsbürgermeister der Ortschaften Meinsen und Warber gewählt worden. Der Christdemokrat erhielt am Dienstag während der konstituierenden Sitzung des Ortsrates sämtliche Stimmen des neun Mitglieder zählenden Gremiums. Die Zusammenkunft barg trotz aller Unaufgeregtheit mehrere Besonderheiten in sich. "Sie sind jetzt eine Großgemeinde", rief Bürgermeister Reiner Brombach den Lokalpolitikern ins Gedächtnis.

veröffentlicht am 30.11.2006 um 00:00 Uhr

Lothar Barth (von links), Uwe Heidelmann, Eva-Ute Tessendorf-Sch

Die lokalpolitische Neuaufstellung hatte zur Folge, dass seitens der Stadt sämtliche vormaligen Mitglieder der früher getrennt tagenden Räte Meinsens und Warbers verabschiedet wurden. Brombach würdigte das Engagement von Dieter Wilharm-Lohmann, Horst Bauer, Anka Knechtel, Gudrun Vauth und Stefan Vauth (Meinsen) ebenso herzlich wie das der Warberaner Rudolf Beier, BeateBarth, Fred Levenhagen, Heinrich Wilharm und Friedhelm Winkelhake. Sie hätten sich positiv eingesetzt und sich um ihre Ortschaften verdient gemacht, sagte Brombach. Ebenfalls außergewöhnlich: Die Wahl des Ortsbürgermeisters erfolgte in dessen Abwesenheit - Beier musste wegen einer akuten Blinddarmentzündung das Krankenhausbett hüten. Wegen der Besetzung des Stellvertreterpostens hatte es an der Aue einige Verwerfungen gegeben. Die gegensätzlichen Auffassungen - es ging um die Verhältnisse Meinsen zu Warber, Mann zu Frau, CDU zu SPD - mündeten in dem Entschluss, mit Gudrun Vauth (Meinsen, Frau, SPD) und Dieter Wilharm Lohmann (Meinsen, Mann, CDU) Rudi Beier (Warber, Mann, CDU) zwei gleichberechtigte Vize-Bürgermeister zur Seitezu stellen. Außer Beier, Vauth und Wilharm-Lohmann gehören dem gemeinsamen Ortsrat Christoph Vauth, Uwe Heidelmann und Lothar Barth (CDU), Hartmut Rohlwing und Friedhelm Winkelhake (SPD) sowie Eva-Ute Tessendorf-Schierhorn (Bündnis 90/Die Grünen) an. Das Gremium erfuhr in drei von Brombach vorgetragenen Sachstandsberichten zunächst, dass die Arbeiten auf der Meinser Aue-Insel vor Ablauf dieses Jahres abgeschlossen sein sollen. Auf der Insel entsteht ein 5000 Kubikmeter fassendes Rückhaltebecken. Die Hochwasserschutzmaßnahme kostet 146 000 Euro, von denen 70 Prozentüber Förderzuschüsse finanziert werden. Hinsichtlich der westlich des Mittellandkanals gelegenen Erddeponie wurde Meinsen/Warber gewahr, dass das Wasser- und Schifffahrtsamt dort, bedingt durch den Neubau der Schachtschleuse, Materialeintragungen bis 2012 plant. Publikum und Politiker regten - mit unterschiedlichen Zielen - eine Überplanung der Deponie-Ausgleichsfläche an. Das als Streuobstwiese konzipierte Areal vermittele durch den Bewuchs mit Weiden, Pappeln und Birken einen recht wilden Eindruck, merkte Wilharm-Lohmann an. Stimmen aus der Zuhörerschaft machten sich für eine natürliche Weiterentwicklung des Geländes stark. Schließlich erläuterte Brombach, dass mit der Erstellung der Fußverbindung "Zwischen den Wegen" 2007 zu rechnen ist. "Die Tendenz im Verwaltungsausschuss ist eindeutig", unterstrich der Bürgermeister vorbehaltlich eines Ratsbeschlusses. Welcher unterdessen als wahrscheinlich angenommen werden dürfe.

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