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Technik für neue Ampel-Überwachungsanlage wird seit gestern installiert / Start in wenigen Tagen?

Rotlicht-Blitzer: Hier drohen 50 Euro Bußgeld

Nienstädt (jl). An der Kreuzung der B 65 mit der Bahnhofstraße in Nienstädt wird es demnächst blitzen, wenn Autofahrer bei Rot weiterfahren oder schneller als 50 Stundenkilometer sind. Die entscheidenden technischen Komponenten dafür werden seit gestern installiert.

veröffentlicht am 11.09.2008 um 00:00 Uhr

Die Monteure installieren die entscheidenden Komponenten derÜber

Was sich jetzt an der Kreuzung in der Sichtweite von Schaumburgs größter Grundschule anbahnt, ist für hiesige Verhältnisse ein ganz neuer Schutzfaktor für einen sicheren Schulweg. Weil es unter den Augen von Eltern, die allmorgendlich als Schülerlotsen an der Kreuzung agieren, immer wieder zu Verstößen gegen die Ampelregelungen gekommen ist und vermutlich noch kommt, und weil auf der vierspurigen Piste grundsätzlich sehr flott gefahren wird, schlägt der Landkreis auf Antrag der Nienstädter Schülerlotsen einen dicken neuen Pflock ein. In das Gehäuse, das die Monteure gestern auf das bereits vor Wochen gegossene Fundament gesetzt haben, kommt demnächst eine Spezialkamera, wie sie auch an den stationären Messpunkten im Kreisgebiet zur Geschwindigkeitsüberwachung eingesetzt wird. Nur: In Nienstädt löst die Kamera nicht nur bei Geschwindigkeitsüberschreitungen aus, sondern auch bei Rotlicht-Sünden an der Ampelkreuzung. Da werden dann mindestens 50 Euro Bußgeld und drei Punkte in Flensburg fällig. Mindestens, weil verkehrsgefährdende Verstöße 125 Euro und vier Punkte kosten. Jetzt wird die Angelegenheit allmählich ernst. Sobald die Verbindungen des Messgerätes zur bereits unterirdisch installierten Induktionsschleife steht, soll nach den Worten von Landkreis-Pressesprecher Klaus Heimann eine Testphase folgen. Es kann demnach gut sein, dass es bereits in wenigen Tagen an der Kreuzung in Nienstädt blitzt. Nach dieser Testphase kommt dann das Eichamt, damit spätere Messungen auch tatsächlich hieb- und stichfest werden. Anschließend müssen Autofahrer noch vorsichtiger durch Nienstädt fahren als jetzt. Vor der Scharfschaltung werden auf jeden Fall die Leser unserer Zeitung informiert werden, dass es in Nienstädt verdammt ernst wird.

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