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Neugeschäft der Bausparkasse rückläufig – aber Marktanteil in Deutschland gestiegen

Rote Zahlen bei der BHW-Mutter Postbank

Bonn/Hameln (mafi/ap). Die Postbank als Mutter des Hamelner BHW hat die Finanzmarktkrise noch nicht überstanden. Für das zweite Quartal wurden gestern rote Zahlen vorgelegt. Der Konzernverlust wird mit 14 Millionen Euro angegeben. Das Vorsteuerergebnis verbesserte sich aber von -91 Millionen Euro im ersten Quartal auf nun -69 Millionen Euro. Bei der Baufinanzierung haben sich Postbank und BHW besser entwickelt als der schrumpfende Markt. Der Bestand stieg gegenüber dem gleichen Stichtag des Vorjahres um 3,9 Prozent auf 72,8 Milliarden Euro; das entspricht einem Marktanteil zum 30. Juni von 9,3 Prozent.

veröffentlicht am 30.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

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Bonn/Hameln (mafi/ap). Die Postbank als Mutter des Hamelner BHW hat die Finanzmarktkrise noch nicht überstanden. Für das zweite Quartal wurden gestern rote Zahlen vorgelegt. Der Konzernverlust wird mit 14 Millionen Euro angegeben. Das Vorsteuerergebnis verbesserte sich aber von -91 Millionen Euro im ersten Quartal auf nun -69 Millionen Euro. Bei der Baufinanzierung haben sich Postbank und BHW besser entwickelt als der schrumpfende Markt. Der Bestand stieg gegenüber dem gleichen Stichtag des Vorjahres um 3,9 Prozent auf 72,8 Milliarden Euro; das entspricht einem Marktanteil zum 30. Juni von 9,3 Prozent. Das Neugeschäft sei erwartungsgemäß zurückgegangen, heißt es im Bericht der Postbank. Es habe mit 4,3 Milliarden Euro um 15,7 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert gelegen. Für 2008 hatte die BHW Bausparkasse zweistellige Zuwachsraten beim Bausparen und einen Rekord bei den Baugeldauszahlungen gemeldet. Es werde viel Kapital für Gebäudesanierungen und Modernisierungen abgerufen, hieß es damals.

Risikovorsorge ausgeweitet

Während die Konzernleitung nun bei der Postbank von einem anhaltenden Trend zur Verbesserung spricht, reagierte die Börse gestern skeptisch: Das im M-Dax notierte Papier verlor 3,5 Prozent. Die Postbank geht davon aus, dass der Schwerpunkt der Belastungen aus der Kapitalmarktkrise im ersten Halbjahr lag. Allerdings heißt es mit Blick auf die zweite Jahreshälfte auch: „Die konjunkturelle Entwicklung dürfte zu einer wachsenden Zahl von Insolvenzen und somit zu höheren Kreditausfällen führen, was einen steigenden Risikovorsorgebedarf nach sich zieht.“ Davon sieht sich die Postbank, an der die Deutsche Bank (25 Prozent plus eine Aktie) und die Post (39,5 Prozent) beteiligt sind, jedoch deutlich weniger betroffen als die Konkurrenz: Ihr Geschäftsschwerpunkt liege „im kleinteiligen, hoch besicherten deutschen Privatkundengeschäft“. Die Postbank erhöhte die Risikovorsorge für faule Kredite binnen Jahresfrist um 71 auf 157 Millionen Euro. Die Folgen der Finanzmarktkrise belasteten das Ergebnis der Bank auch im zweiten Quartal, allerdings mit -134 Millionen Euro im Kreditportfolio geringer als im ersten Vierteljahr (-221 Mio. Euro). Das Kreditgeschäft mit Privatkunden wurde gegenüber 2008 um gut vier Prozent ausgeweitet. Die Kreditvergabe an Firmenkunden aus dem Mittelstand steigerte die Bank um 2,2 auf 6,2 Milliarden Euro. Der Bestand der Spareinlagen sei um mehr als 20 Prozent auf 56 Milliarden Euro gewachsen.



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