weather-image
27°
Hochbetrieb in den Rintelner Blumenläden: "Gekauft wird alles, was rot ist und mit Herzen zu tun hat"

Rote Rosen bleiben der Valentinstag-Klassiker

Rinteln (li). Es ist wieder so weit: Jedes Jahr am 14. Februar feiern Verliebte, Verlobte und Verheiratete wieder den Valentinstag, den "Tag der Liebe", an dem man sich gegenseitig eine Freude mit Blumen, roten Luftballons, einem Candlelight-Dinner oder sonstigen Herzensgeschenken macht. In den Rintelner Floristikgeschäften herrscht auch dieses Jahr wieder Hochbetrieb: Blumen müssen bestellt, geschnitten und edel verpackt werden...

veröffentlicht am 14.02.2008 um 00:00 Uhr

0000477345.jpg

"Der Andrang ist jedoch nicht mehr so groß wie früher", bemerkt Jaqueline Müller als Inhaberin des Blumengeschäfts "Jaqueline Florales& Ambiente" am Kirchplatz, fügt aber hinzu: "Lohnen tut es sich aber allemal." Was ihr aufgefallen ist: Der Valentinstag ist vor allem etwas für jüngere Leute. Und die orientieren sich überwiegend am Klassiker: "Sehr beliebt sind einzelne rote Rosen." Auch in denübrigen Rintelner Blumenläden gilt: "Gekauft wird alles, was rot ist und mit Herzen zu tun hat", wie Romana Adam, Mitarbeiterin bei "Blumenkauf Scotti" in der Weserstraße feststellt. Auch hier ist zum Valentinstag mehr Betrieb als sonst: "Besonders beliebt sind Kleinigkeiten bis zu 5 Euro." Auffällig ist, dass gerade zum Valentinstag die Preise in die Höhe gehen. "Uns Floristen bleibt leider keine andere Wahl", begründet Sabine Brinkmeyer-Vieth vom Floristik-Studio im Marktkauf die höheren Preise: Bei der zentralen Blumenversteigerung in Holland würden die Preise enorm angehoben, weil an Tagen wie Valentinstag oder Muttertag die Nachfrage auf das Angebot steigt. "Wir haben keine andere Möglichkeit, als die höheren Kosten an den Kunden weiterzugeben." Doch nicht nur Blumen, auch andere Aufmerksamkeiten sind zum Valentinstag beliebt. Vor allem männliche Kunden zählt die "Parfümerie Bianca" in diesen Tagen. "Duftsets sind bei uns der Renner", sagt Auszubildende Kadriye Tunc. Dabei greifen die Männer durchaus auch mal etwas tiefer in die Tasche: Valentins-Geschenke zwischen 50 und 60 Euro stehen an der Tagesordnung. In einer etwas niedrigeren Preisklasse geht es im "Süßen Kaufhaus" zu. Auch hier sind Herzen der Renner: Zwischen fünf und zehn Euro geben die meisten Kunden aus. Der Namensgeber für diesen Tag ist übrigens ein Bischof: Im dritten Jahrhundert nach Christus traute Bischof Valentin von Terni Verliebte christlich, darunter auch Soldaten, die damals noch unverheiratet bleiben mussten. Anschließend schenkte er den Vermählten Karten und Blumen aus seinem Garten. Das bekam dem Bischof allerdings nicht sonderlich gut: Wegen seines christlichen Glaubens wurde er am 15. Februar 269 enthauptet. So begründete der christliche Märtyrer einen Brauch, der im 15. Jahrhundert in England erstmals dokumentiert ist und mit den US-Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland kam. Bekannt wurde er hier durch die Werbung der Floristen - und die profitieren wohl auch am stärksten von diesem Brauch.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare