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Abgerissene Antriebswelle stoppt den Porsche-Fahrer auf dem Nürburgring

Rostek/Bleekemolen im Saisonfinale ohne Glück

Motorsport (peb). Zum Saisonabschluss der Deutschen Langstreckenmeisterschaft am vergangenen Wochenende auf der Nordschleife gingen 192 Fahrzeuge an den Start. Auch der 33-jährige Dennis Rostek sollte bei diesem spektakulären Szenario nicht fehlen. Nebst neuem Teamkollegen Jeroen Bleekemolen starteten die Top-Piloten mit dem Porsche 997 RSR vom Team Konrad Motorsport aus Verl.

veröffentlicht am 06.11.2007 um 00:00 Uhr

Dennis Rostek kurz vor demÜberholmanöver seines ehemaligen Teamk

Mit dem Niederländer holte man sich einen erfolgreichen Rennfahrer, der bereits durch den Sieg im Porsche Supercup im Rahmen des Formel 1 GP in Monaco auf sich aufmerksam machte, an die Seite des Nordschleifen Routiniers Rostek ins Team. Das am Freitag stattfindende freie Training diente zum einen dazu, neue Yokohama-Reifen für das bevorstehende Vier-Stunden-Rennen auszuprobieren und zum anderen, um Bleekemolen die Möglichkeit zu geben, sich an Material und Strecke zu gewöhnen. Am Ende des Trainings war man sich sicher, einen großen Schritt nach vorne gemacht zu haben, sowohl was die Reifen als auch die Aerodynamikanging. Ein Startplatz unter den ersten Fünf im Qualifying am Samstag morgen war durchaus realistisch. Doch wieder einmal machten die Wetterbedingungen die auf Podest geeichten Fahrer einen Strich durch die Rechnung. Bei nur sieben Grad bekam man die Reifen nicht auf die gewünschte Temperatur und landete somit auf einem unbefriedigenden 17. Startplatz. Als die Außentemperaturen jedoch im Laufe des Vormittages auf 14 Grad stiegen, hellten sich die Mienen der Beteiligten im Team Konrad deutlich auf. Pünktlich um 12 Uhr startete das Feld in die 24 km lange Einführungsrunde. Mit Dennis Rostek am Steuer war der Porsche RSR bereits kurz nach dem fliegenden Start auf Platz 12 vorgerückt. In der dritten Rennrunde lief Rostek auf seinen ehemaligen Teamkollegen Kainz im Eifelblitz auf. Das Überholmanöver erstreckte sich über zwei Runden, bevor er den BMW-Piloten ausbremsen und passieren konnte. Schnell machte Rostek 20 Sekunden auf Kainz gut und fuhr inder sechsten Runde auf Position sechs vor. Doch dann passierte das, was man im Motorsport unter "That's racing" verbuchen muss - das Aus im Streckenabschnitt Galgenkopf mit abgescherter Antriebswelle. Nach diversen weiteren Ausfällen gewann am Ende das Duo Basseng/Henerici vor den Gebrüder Alzen; beide Teams auf Porsche. "Ich habe mir wirklich heute den Hintern aus der Hose gefahren und wollte unbedingt die Saison mit einem Resultat in den Top-Fünf abschließen. Dass eine solche Welle abreißt, ist sehr ärgerlich, aber ich freue mich, dass ich vom Team Porsche - Konrad Motorsport die Möglichkeit bekommen habe, mich gegen Fahrer, wie ich sie in diesem Jahr mit auf dem Auto hatte, messen zu dürfen. Ich habe wieder richtig Spaß und Freude am Fahren gehabt und hoffe, dass ich mit meiner Leistung weiter mit den Partnern im Jahr 2008 arbeiten darf. Mit ein wenig mehr Glück werden dann auch sicherlich die Erfolge nicht ausbleiben", waren die Worte vom enttäuschten Dennis Rostek. Auf die Frage wie das Jahr jetzt ausklingen würde, erhellten sich aber wieder die Gesichtszüge von Dennis Rostek. "Ich war jetzt viel unterwegs in meiner Funktion als Berater von Rene Rast und Nicki Thiim in den Rahmenserien der DTM. Wenn man dazu noch selber fährt, ist man wenig zu Hause. Jetzt werde ich erstmal ausruhen und die Wochenenden im schönen Weserbergland nachholen, die mir vorher versagt waren."



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