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Rintelner fährt beim 4. Lauf zur BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft den Konrad-Porsche auf Rang 4

Rostek top beim Reifenroulette am Nürburgring

Motorsport (seb). Bei typischem Eifelwetter zog es wieder 228 Rennfahrzeuge und 22 000 Zuschauer zum 4. Lauf zur BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft an den Nürburgring. Auch am Start der 33-jährige Rintelner Dennis Rostek auf dem Konrad Porsche 997 RSR.

veröffentlicht am 22.05.2007 um 00:00 Uhr

Das Fahrerduo Rostek/Kaufmann steuerte den Konrad-Porsche auf de

Im Training zeigte der Porsche wieder sein Potenzial. Unter schwersten Bedingungen und starkem Regen fuhr Dennis Rostek das Fahrzeug in die Top 5. Kurz vor Trainingsende schickte dann Teamchef Franz Konrad noch einmal Wolfgang Kaufmann auf eine schnelle Runde, weil die Witterungsbedingungen nochmals profillose Slickreifen zuließen. Doch schon in seiner zweiten fliegenden Runde drehte sich der Tourenwagenprofi im Streckenabschnitt "Antonius Buche" und schlug leicht in die Streckenbegrenzung ein. Das Porsche Team Konrad musste dann seine ganze Perfektion unter Beweis stellen. In weniger als einer Stunde wurden alle Komponenten im Radbereich hinten links getauscht. So ging das Team um 12 Uhr vom 11. Startplatz in das auf vier Stunden angesetzte Rennen. Schon im Startbereich zeigten sich die ersten Regentropfen und stellten die Teamchefs vor die schwere Frage der Reifenwahl. Das Konrad-Team setzte auf Intermediate Reifen. "Hätte es weiter geregnet, wären wir die Glücklichen gewesen", waren die Worte von Teamchef Franz Konrad, denn schon in der Einführungsrunde funkte Startfahrer Wolfgang Kaufmann, dass der Regen nur auf der GP Strecke sei und der Rest der Strecke am abtrocknen war. Wolfgang Kaufmann wurde von Runde zu Runde weiter nach hinten gereicht. Er konnte die Performance der slickbereiften Fahrzeuge nicht standhalten. In Rennrunde fünf entschied der Teamchef dann das Fahrzeug zum Reifen- und Fahrerwechsel frühzeitig an die Box zu holen. Mit frischen Slicks schickte man den auf Gesamtposition 24 abgerutschten Porsche dann mit Dennis Rostek ins Rennen. Dieser brannte dann ein Feuerwerk ab. Schon in seinen ersten vier Rennrunden fuhr er zweimal klar die schnellsten Zeiten unter allen Teilnehmern und so fand man den Porsche schnell auf Gesamtposition 12. Doch dann sollte die große Stunde kommen. Wieder einsetzender Regen auf Teilen der 24 Kilometer langen Rennstrecke stellte die Teilnehmer auf eine große Probe ihrer Fahrzeugbeherrschung. Dennis Rostek fuhr den slickbereiften Porsche dann bis auf Platz 7 nach vorne, bis der Regen in der 13 Rennrunde so stark wurde, dass man erneut zum Fahrerwechsel die Boxen aufsuchen musste und das Fahrzeug nach einem Fahrerwechsel und neuen Regenreifen wieder auf die Reise ging. Kaufmann fuhr einen fehlerlosen Vier-Runden-Turn. Dann trocknete die Strecke so weit ab, dass Regenreifen wieder die falsche Wahl waren. Teamchef Franz Konrad rief den Porsche zurück in die Box. Nach einem Wechsel auf Slickreifen übernahm Dennis Rostek erneut das Lenkrad. Mit viel Selbstvertrauen aus seinem ersten Turn fuhr der Rintelner dann weitere drei schnellste Rennrunden und überholte noch in der letzten Runde den Manthey Porsche 997 mit Weiss/Otto am Steuer. So überquerte der Konrad Porsche nach vier Stunden als Vierter die Ziellinie. "Ich bin heute sicherlich eins meiner besten Rennen der letzten Jahre gefahren und habeüberhaupt nicht gemerkt, dass ich die 520 PS fast drei Stunden über meine Lieblingsrennstrecke bewegt habe. Das neue Team hat mich so motiviert und ich wusste, dass dies sicherlich eine der letzten großen Chancen im Motorsport für mich ist. Die habe ich heute genutzt", waren die gefassten Wortevon Rostek, der von den Insidern wie der Gewinner des Rennens gefeiert wurde. Nach diesem Resultat zählt das Team Porsche-Konrad Motorsport zum Favoritenkreis bei dem Langstreckenklassiker vom 7. bis 10. Juni, dem 24-Stunden-Rennen am Nürburgring.

Dennis Rostek fuhr ein starkes Rennen. Foto: tol
  • Dennis Rostek fuhr ein starkes Rennen. Foto: tol


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