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Viele Tipps zur Pflege und zum Schnitt in der Gartenkolonie „Am Königsstuhl“ vom Hartmut Brinkmann

Rosenfreunde erweitern ihr Wissen

Hameln. Durch die Kontakte des Rosenliebhabers Manfred Kowalski vom Kleingartenverein (KGV) „Am Königsstuhl“ konnte der Bezirksverband der Kleingärtner Hameln-Pyrmont Hartmut Brinkmann für einen Vortrag gewinnen.

veröffentlicht am 02.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 14.11.2016 um 16:47 Uhr

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Brinkmann ist seit 21 Jahren Kleingärtner und Rosenfreund. Sein Wissen hat er durch andere Kleingärtner und Rosenfreunde sowie durch Experimentieren im eigenen Garten erworben. Heute ist der ehemalige Journalist und Radiomoderator für Gartensendungen von NDR 1 im Vorstand der Rosenfreunde Kreis Hannover.

Die häufigste Frage zu Rosen lautet: Was kann ich gegen Blattläuse spritzen? Und Brinkmanns meint Spritzen hilft nicht. „Vielleicht steht die Rose am falschen Platz. Die Natur regelt das, sonst würden wir irgendwann von Blattläusen überschwemmt. Also, wenn überhaupt spritzen, dann nur mit Wasser. Rosen sollte man auch nicht zu eng und nicht direkt neben Stauden pflanzen.“ Beim Kauf empfiehlt er, auf das Prüfzeichen „Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung“ (ADR) zu achten, das lohne sich.

Neue Rosen sollen nicht an Stellen gepflanzt werden, auf denen bereits eine Rose wuchs, wegen der Bodenmüdigkeit. Und Rosen sollen nicht im Herbst zurückgeschnitten werden, sondern im Frühjahr, wenn die Forsythien blühen. Kletterrosen, so empfiehlt der Fachmann, schneidet man die ersten 4 bis 5 Jahre überhaupt nicht. Sollten die Frostschäden zu groß sein, kann man die Rosen über der Erde abschneiden, auch wenn sie dann etwas später blühen. Zum Thema Krankheiten wurde die Frage nach der Rosenblattwespe gestellt. Am besten die typischen gerollten Blätter alle absammeln und entsorgen. Des Weiteren kann man die einjährigen Triebe zurückschneiden. Gegen den Knospenstecher hilft nur, fleißig die befallenen Blüten abzusammeln und zu entsorgen. Auch wurde über die häufigsten Krankheiten wie Rosenrost und Sternrußtau gesprochen.

Beim Pflanzen einer Rose sollte man daran denken, sie 24 Stunden vorher komplett ins Wasser zu legen. Vor dem Einpflanzen nur die abgeknickten Wurzeln kappen. Die Pflanze sollte oben und unten gleich groß sein, evtl. oben einkürzen. Das Pflanzloch tief genug ausgraben, die Veredelungsstelle soll eine Handbreit unter der Erde sein.

Nach dieser Fülle an Informationen gab es noch eine Präsentation über Rosenarten. Die unempfindlichste und ohne Spritzmittel gezogene Rose sei „Heidetraum Flower Carpet“, eine Bodendecker-Rose. Ebenso „Larissa“, sie sei winterhart, stabil und sehr unempfindlich, ebenso die Rose „New Look“ mit ihren wunderschönen vollen Blüten. Historische Rosen wie „La France“, kommen völlig ohne Spritzmittel aus. Die Zwergrose „Lupo“ kann man als Bodendecker oder aber auch im Balkonkasten pflanzen, sie blüht bis Weihnachten. Es gibt Buschrosen, die man zu Kletterrosen erziehen kann, wie zum Beispiel die überhängende „Hedi Grimm“-Rose.

Zum Schluss wurden noch drei Rosen mit dem Namen „Gartenfreund“ verlost. Die Rose ist eine neue Züchtung und wurde 2013 auf der Gartenschau getauft. Seither hat sie schon einige Preise gewonnen. Sie hat halbvolle pinkfarbene Blüten, ist eine Buschrose, unempfindlich und pflegeleicht. Die Gewinnerinnen strahlten vor Freude um die Wette. Wenn man etwas über Rosen erfahren möchte, lohnt sich immer ein Ausflug in das Rosarium Sangerhausen, empfiehlt der Bezirksverband der Kleingärtner den Besuchern.



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