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Der trockene Mai macht‘s möglich

Rosenblütenexplosion – welch eine Fülle!

Der (zu) trockene, sonnige Mai hat neben einigen weniger positiven Eigenschaften mindestens für den Rosengarten etwas Gutes: Selten zuvor war die Blütenexplosion so gewaltig! Das mag eine subjektive Wahrnehmung sein, aber es gibt nicht wenige Gartenbesitzer, die unabhängig voneinander das Hohelied der Rosenblüte anstimmen.

veröffentlicht am 01.06.2018 um 00:00 Uhr

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Autor:

Jens F. Meyer
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In der Trockenheit liegt sicher ein Grund dafür, denn von Echtem Mehltau, Sternruß oder Rost sind die wenigsten Pflanzen befallen. Glänzend präsentieren sich die Blätter, und die binnen kürzester Zeit erblühten Kletter-, Strauch- und auch Ramblerrosen erfüllen ihr Umfeld nicht nur mit besonderer Schönheit, sondern auch mit einem unvergleichlich betörenden Duft.

Natürlich ist jetzt keine Pflanzzeit. Jedoch wird angesichts dieser Fülle die Fantasie angeregt, in Zukunft ein paar Rosen mehr in das Gesamtkonzept des grünen Wohnzimmers einzuplanen. Der Euphorie zum Trotz muss unbedingt aber erwähnt werden, dass erstens nicht jedes Jahr mit einer solchen Rosenblütenurgewalt gesegnet ist. Und zweitens machen Rosen schon auch Arbeit. Zu den bereits erwähnten Pilzerkrankungen, die mit einem Fungizid noch ganz gut in Schach gehalten werden können, gesellen sich bisweilen Blattläuse und die Gemeine Rosengallwespe. Zudem haben viele Sorten mit strengen Wintern ein Problem, wenn sie an einem ungeschützten Platz stehen.

Licht und Luft und Schutz vor strengen Winden – darin liegt die Kraft der Schönheit dieser Königin. Die Unterpflanzung mit Kräutern bietet sich an, nicht nur, weil viele Heilpflanzen mit ihrem mattgrünen bis graufarbigen Laub im hübschen Kontrast zu den Rosen stehen, sondern auch, weil manche angeblich Schädlinge fernhalten. Viel wichtiger ist allerdings, dass durch jede Rose, egal welcher Art oder Sorte, der Wind wehen sollte, um Feuchtigkeit so schnell wie möglich aus der Pflanze zu blasen. Denn die Feuchtigkeit ist der Hauptgrund für Echten Mehltau und Rost. Das bedeutet übrigens nicht, dass Rosen unabdingbar nur einen vollsonnigen Standort erhalten müssen. Das wird zwar oft und gerne kolportiert, stimmt aber nicht. In gutem Boden (reichlich Kompost, keine Staunässe) gedeihen sie im lichten Halbschatten ganz hervorragend. Die Strahlkraft ihrer Blüten ist dort sogar noch größer. Und weil an Hitzetagen die Sonne nicht dauerhaft darauf scheint, hält der Flor auch länger frisch.

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