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Heimatverein Auetal startet in die 23. Museumssaison / Alte Schmiede wieder in Betrieb

Rolfshagener Maibaum steht in Hattendorf

Hattendorf (la). So viele Besucher hat es bei der Eröffnung der Museumssaison in Hattendorf schon lange nicht mehr gegeben. Weit mehr als 200 Gäste aus dem gesamten Auetal und vor allem aus Rolfshagen begrüßten gestern in Hattendorf den Mai und feierten den Beginn der 23. Museumssaison. Wegen der 700-Jahr-Feier in Rolfshagen hat der Verein für Heimatpflege Auetal aus seinem Fundus eine Sonderausstellung mit über 120 Bildern aus Rolfshagen zusammengestellt, die im Museum zu sehen sind.

veröffentlicht am 02.05.2007 um 00:00 Uhr

Die Kindergartenkinder aus Hattendorf und Rolfshagen tanzen geme

Um möglichst viele Gäste aus Rolfshagen zur Eröffnung zu locken, hatten sich die Vorstände des Heimatvereins und von "Rolfshagen Aktiv" überlegt, den Tag gemeinsam zu gestalten. Daher wurde auch der Maibaum aus Rolfshagen diesmal in Hattendorf aufgestellt. Auf einem großen Anhänger, gezogen von einem Trecker, wurde die große Birke, die Horst Hohmeyer aus Rolfshagen gestiftet hatte, durch das Auetal nach Hattendorf gebracht. Die Eltern der Kindergärten Hattendorf und Rolfshagen hatten gemeinsam die Maikrone gebunden und mit den Kindern einen Tanz einstudiert, den die Kleinen unter dem Maibaum tanzten, als dieser von den Rolfshagener Vereinen aufgestellt war. Für die musikalische Unterhaltung sorgte der Spielmannszug Rolfshagen. Traditionell wanderte eine Gruppe vom Marktplatz in Rehrenüber den Grenzstein am Horn, wo gemeinsam ein Lied gesungen wurde, bis zum Heimatmuseum. Rund 25 Wanderer hatten sich auf die sechs Kilometer lange Strecke gemacht. Der Vorsitzende des Vereins für Heimatpflege Auetal, Jörg Landmann, begrüßte alle Besucher vor dem erneut erweiterten Museum. "Ein Großteil der geplanten Arbeiten ist abgeschlossen", freute sich Landmann und lud alle ein, sich von dem vielfältigen Angebot des Museums zu überzeugen. Besonders erfreut war Landmann darüber, dass die alte Schmiede wiederbelebt werden konnte. Mit Stefan Müller, und seinem "Auszubildenden" Michael Müller, war jemand gefunden worden, der die Tradition des alten Handwerks aufrecht hält. Einmal pro Monat wird der Hobbyschmied Stefan Müller aus Rehren die Esse in Gang setzen und seine Künste zeigen. Die 120 Bilder von Rolfshagen waren gestern nicht nur in der Ausstellung zu bewundern, sondern auch im neu gestalteten Mehrzweckraum des Museums, wo eine Diaschau lief. Bei Kaffee und Kuchen, Erbsensuppe und Würstchen verbrachten die Auetaler einige schöne Stunden in Hattendorf, unter ihnen viele, die das Heimatmuseum vorher noch nie besucht hatten. "Vielleicht kann es Tradition werden, dass jedes Jahr ein anderer Ortsteil einen Maibaum zur Saisoneröffnung des Heimatmuseums in Hattendorf aufstellt", hofft Landmann. Die Zusammenarbeit mit "Rolfshagen Aktiv" und den weiteren Rolfshagener Vereinen habe sehr gut funktioniert. "Eine gelungene Sache, und so konnten wir auch noch Werbung für unsere 700-Jahr-Feier machen", freute sich auch Hans-Peter Solasse, Vorsitzender von "Rolfshagen Aktiv".

Stefan (l.) und Michael Müller haben die alte Schmiede des Heima
  • Stefan (l.) und Michael Müller haben die alte Schmiede des Heimatmuseums wieder in Betrieb genommen.


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