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Chaos in Rinteln vor dem Saisonfinale / Barsinghausen auf dem Steinanger

Rolf Bartram zurückgetreten: Jetzt soll Thorsten Rinne den SC retten!

Bezirksliga (jö). Im Fußball entstehen bisweilen interessante Wortschöpfungen. Der VfL Bochum galt jahrelang als "unabsteigbar." Auch der SC Rinteln hat ein Alleinstellungsmerkmal: Er ist "untrainierbar." Nach nur wenigen Wochen im Amt gab mit Rolf Bartram nun schon wieder ein Trainer auf. Er trat nach der Niederlage in Nienstädt frustriert zurück.

veröffentlicht am 30.05.2008 um 00:00 Uhr

Mit dem Wechsel von Ralf Fehrmann zur SSG Halvestorf-Herkendorf

Mit dem bisherigen Jugendtrainer Thorsten Rinne versucht sich in dieser Saison schon der dritteÜbungsleiter beim SC Rinteln. Er leitete bereits in der Woche das Training und wird voraussichtlich auch in der nächsten Saison die Verantwortung tragen. Der Rücktritt von Rolf Bartram schlug beim SC Rinteln wie eine Bombe ein. Er war bei den Niederlagen gegen Klein Berkel und Nienstädt, die Rinteln auf jeden Fall in die Relegation zwingen, von der Einstellung der Mannschaft total enttäuscht. Rolf Bartram bereitete sich wie gewohnt akribisch auf die Spiele vor, investierte viel Aufwand, doch die Mannschaft ignorierte seine Bemühungen. "Es kommt einfach nichts zurück", klagte er. Aber nicht nur das: Es gab peinliche Vorfälle, die eine in sich zerrissene Mannschaft zeigen und Rolf Bartram wohl endgültig zum Rücktritt veranlassten. So leistete sich Thomas Mau beim Spiel in Nienstädt vor dem versammelten Publikum auf der Tribüne eine böse verbale Entgleisung Richtung Bank. Auch die Beteiligung am Training glichzuletzt fast einer Blockade. "Einigen Spielern geht der Mannschaftsgedanke völlig ab", bestätigt Heiko Ruhe, Rintelns Sportlicher Leiter. Rolf Bartram wurde in den letzten Spielen im Stich gelassen und trat zurück, weil er glaubte, dass die ohnehin unvermeidbare Trennung in der jetzigen Phase womöglich noch einen dringend benötigten positiven Impuls in Richtung Mannschaft auslöst. "Die Initiative ging allein von ihm aus", stellt Heiko Ruhe klar. "Die Mannschaft muss sich fragen, woran es liegt, dass sich die Trainer an ihr aufreiben." Uwe Oberländer führte eine ähnliche Klage. "Das tue ich mir nicht mehr an", sagt er und trat kurzerhand ab. Ulf Netzeband bekam die Mannschaft ebenfalls nicht in den Griff und selbst der Rücktritt von Ralf Fehrmann, der sich ebenfalls ständig über eine mangelnde Einstellung und zu wenig Selbstkritik in der Mannschaft beschwerte, erscheint in einem neuen Licht. "Es wird sich einiges ändern", sagt Heiko Ruhe und deutet personelle Veränderungen an. Doch beim SC Rinteln richtet sich der Blick zunächst in die nahe Zukunft. "Wir haben die Vermeidung des Abstiegs immer noch selbst in der Hand", beschwört Heiko Ruhe die Mannschaft. Mit Thorsten Rinne glaubt er die richtige Wahl getroffen zu haben: "Er hat Erfahrung und er war immer dicht an der Mannschaft. Wir planen langfristig mit ihm." Der Fahrplan zum Klassenerhalt sieht so aus: Rinteln muss am Sonntag gegen den Tabellenvierten TSV Barsinghausen gewinnen, dann ist die Relegationsrunde erreicht. Für die Gäste ist das Spiel allerdings nicht völlig bedeutungslos. Barsinghausen kann im Fall einer Niederlage noch bis auf den sechsten Platz abrutschen. Eine gute Saison ginge unbefriedigend zu Ende. Verliert der SC Rinteln, dann muss er auf eine Nienstädter Niederlage in Halvestorf hoffen, mit der allerdings zu rechnen ist.



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