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Serie "Schandflecken": Gebäude am Seetor steht seit 1998 leer - Nachnutzung noch immer nicht in Sicht

Rohbraken - was nun? "Dazu sage ich nichts"

Rinteln (crs). Für einige Schandflecken im Stadtbild zeichnen sich irgendwann Lösungen ab, für andere anscheinend nie. Zu den dauerhaften Sorgen-Immobilien in Rinteln zählt das Gelände des früheren Rohbraken-Baumarkts an der Ecke Seetorstraße/Josua-Stegmann-Wall. Auch nach beinahe einem Jahrzehnt Leerstand sieht Eigentümer Dietrich Hugenberg noch immer keine Chancen für eine Vermarktung der prominenten Fläche am Eingang der Stadt. "Es tut sich nichts", bestätigt er auf Anfrage unserer Zeitung und scheint am Telefon mit den Schultern zu zucken: "Ich kann's nicht ändern."

veröffentlicht am 27.02.2009 um 13:18 Uhr

Trauriger Anblick hinter dem Zaun: Das Rohbraken-Gebäude steht s

Seit Jahren bietet die verlassene Immobilie nur wenige Meter vor dem Eingang zur Rintelner Fußgängerzone den immer gleichen, traurigen Anblick. Die Fenster des Gebäudes sind mit Sperrholzplatten zugehängt, verwitterte Schilder erinnern an den früheren Baustoff-Markt, allein der weiße DIN A-4-Zettel mit einer Telefonnummer lässt Hugenbergs Verkaufsabsichten erkennen. Einen kleinen Sichtspalt lässt die Holzverkleidung frei. Beinahe gespenstisch mutet der Blick ins Innere des seit 1998 leer stehenden Gebäudes an: Ein kaputter Bürostuhl steht hier herum, die Dachleiter ins Obergeschoss ist aufgeklappt, Paletten mit Baumaterialien stauben vor sich hin. Lieber heute als morgen würde Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz das insgesamt etwa 2000 Quadratmeter große Areal vermarktet sehen. Schon einige Male hat das Rohbraken-Gelände die politischen Gremien in den vergangenen Jahren beschäftigt: Es gab mindestens zwei konkrete Projekte, selbst die Bauvoranfrage eines möglichen Investors hat der Verwaltungsausschuss positiv beschieden. Letztlich gescheitert sind die Verhandlungen wohl immer an unterschiedlichen Preisvorstellungen. Auch alle bisherigen Anläufe der Stadtverwaltung zu einer gemeinsamen Initiative mit dem Grundstückseigentümer sind ins Leere gelaufen. Zuletzt hatte Buchholz vor zwei Jahren einen Brief an Hugenberg geschrieben - mit dem Ziel, eine gemeinsame Lösung zu finden. Ergebnis: gleich null. Wenig gesprächsbereit zeigt sich Hugenberg auch unserer Zeitung gegenüber am Telefon. Selbstverständlich unternehme er "aktive Bemühungen", das Gelände an der Seetorstraße zu vermarkten, äußert sich Hugenberg kurz angebunden. Und ergänzt auf die Nachfrage, wie diese Bemühungen denn aussehen, er habekein Interesse an einer Weitergabe von Informationen. "Dazu muss ich nichts sagen", sagt er. Und legt irgendwann auf.



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