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Verwaltung und Politiker erheben Einwände gegen die neue Ausbauplanung / Landkreis: Wasser staut sich nicht

Rodenberger Kehrtwende: B 65 soll bleiben, wo sie ist

Rodenberg (bab). Die Stadt Rodenberg erhebt Bedenken gegen die neuen Planungen zu einem Ausbau der Bundesstraße 65 bei Bad Nenndorf und dem Bau eines Knotenpunktes. Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann übergab bei einem Treffen der Kreisverwaltung mit Vertretern der Kommunen eine Liste mit Einwänden und Vorschlägen, die der Rodenberger Verwaltungsausschuss erarbeitet hatte. Dem Landkreis erscheint die Kritik aus der Deisterstadt nicht plausibel, da Rodenberg vor geraumer Zeit eine ähnliche Trassenführung vorgeschlagen hatte.

veröffentlicht am 23.02.2007 um 00:00 Uhr

"Wir sehen die Notwendigkeit ein, dass der Verkehrsfluss auf der B 65 aufgearbeitet werden muss", schickte Heilmann bei einer Pressekonferenz von Verwaltung und Fraktionen vorweg. "Wir wollen die Planungen konstruktiv begleiten." Es gebe aber Belange, die aus Sicht der Stadt gegen die vom Kreisbauausschuss beschlossene Planung sprechen. Danach wird die Trasse der B 65 in Höhe der Kreuzung "Drei Steine" etwa 250 Meter in Richtung Rodenberg verlegt und an einem neuen Knotenpunkt mit der B 442über eine Straßenbrücke geführt. Insbesondere die Überquerung des Überschwemmungsgebietes Rodenberger Aue und die Höhe der Baukörper wird kritisch gesehen. Dazu kommt die Sorge um die zu erwartenden Emissionen und um Ausweichverkehr, der Rodenberger Ortsteile belasten würde. In ihrer Stellungnahme widerspricht die Stadt der Knotenpunktverschiebung "Drei Steine". Sie fordert "einen leistungsfähigen, höhengleichen Ausbau des vorhandenen Knotenpunktes Drei Steine." Außerdem halte die Stadt einen 2+2-Ausbau zwischen "Drei Steine" und Bückethaler Landwehr für "uneingeschränkt" notwendig. Desweiteren will sie eine höhengleiche Anbindung bei Algesdorf, auch dort keinen Knotenpunkt mitAuf- und Abfahrten. 6,30 Meter hoch wäre der Kopf der Brücke, die später einmal zwischen der heutigen Trasse und der Umgehungsstraße stünde. Die Breite gibt Heilmann mit rund 25 Metern an. Rodenberg fürchtet daher Emissionen, die Anlieger in den Bereichen Grover Grenze, Amselweg und Steinriesen belasten könnten. "Die Rodenberger sind die einzigen, die bisher eine sehr konkrete Stellungnahme abgegeben haben", betont Heilmann. Darin fehlt zwar die Sorge um dasÜberschwemmungsgebiet, aber die hat Heilmann dem Kreis mündlich vorgetragen. Er befürchtet, dass die Trasse bei Hochwasser den Abfluss der Aue stört und das Wasser sich in die Stadt zurückstauen könnte Im Kreishaus löst die Wunschliste aus der Deisterstadt ein eher ratloses Kopfschütteln aus. "Das lässt schon gewisse Verwunderung aufkommen", sagt Kreisbaudezernent Karl-Erich Smalian. Er erinnert daran, dass Rodenberg 2004 eine "große visionäre Variante" vorgeschlagen hatte, die der heutigen nicht nur ähnlich ist, sondern noch näher an Rodenberg gelegen hätte. Das weiß auch Uwe Heilmann noch, betont aber, die von der Stadt öffentlich geforderte neue Trasse, sei höhengleich geplant worden. Dem widerspricht Smalian. Schon damals sei eine höhenungleiche Lösung vorgesehen gewesen. "Das gleiche Brückenwerk ist in der damaligen Variante entwickelt worden", erinnert sich auch Bernd Hugo von der Unteren Wasserbehörde. Auch er nennt die jetzigen Bedenken "verwunderlich". Beim Landkreis gilt außerdem als selbstverständlich, dass das Bauwerk im Überschwemmungsgebiet genug Raum für ablaufendes Hochwasser lassen müsse. "Soweit wir in unserer Linienführung ein Überschwemmungsgebiet kreuzen, müssen wir das so machen, dass sich die Situation nicht verschlechtert", so Smalian. Er sieht zudem bei den Emissionen durch die Variante im Vergleich zur derzeitigen Situation verbessert. Dadurch, dass die Fahrzeuge nicht an Ampeln halten und anfahren müssten, verursachten sie weniger Schadstoffe und Lärm.



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