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Als Landrats-Vize nominiert / Nur Minderheit der SPD-Kreistagsfraktion stimmt für Vehling

Rintelnerin Hartmann-Grolm setzt sich durch

Landkreis (jl). Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier (SPD) wird bei Repräsentationsaufgaben in der nächsten Wahlperiode von einer Frau vertreten: Helma Hartmann-Grolm. Die Rintelner Politikerin ist am Dienstagabend mit großer Mehrheit von der SPD-Kreistagsfraktion für dieses Amt nominiert worden. Amtsinhaber Werner Vehling konnte nur eine Minderheit der 25 Wahlberechtigten gewinnen. Festgezurrt hat die Fraktion in derselben Sitzung auch ihr Personalpaket für die Gremien.

veröffentlicht am 26.10.2006 um 00:00 Uhr

Helma Hartmann-Grolm

"Es ist gut gelaufen", freute sich gestern der sichtlich gelöst wirkende Fraktionsvorsitzende Eckhard Ilsemann im Gespräch mit dieser Zeitung. Nach seinen Worten hat die Fraktion dem von deren Vorstand sorgfältig vorbereiteten Personalvorschlägen zugestimmt. Die wohl wichtigste Personalie war die des ersten stellvertretenden Landrats, auf die die SPD inder nächsten Wahlperiode erneut Anspruch hat. "Der Fraktionsvorstand hat Helma vorgeschlagen", machte Ilsemann die Positionen deutlich. Der bisherige Amtsinhaber Werner Vehling (65) habe dagegen zunächst eine Teilung der Amtszeit auf jeweils 2,5 Jahre vorgeschlagen. Dafür haben laut Ilsemann sieben der 25 Stimmberechtigten votiert, wogegen sich 18 für eine fünfjährige Amtszeit ausgesprochen hätten. Im zweiten Entscheidungsgang hat dann Vehling den Kandidaten Vehling vorgeschlagen. Dieser hat vier Ja-Stimmen und Hartmann-Grolm 20 Ja-Stimmen bekommen. Eine Enthaltung hat es gegeben. Für Hartmann-Grolm spricht nach Ilsemanns Darlegungen, dass "sie sich sehr deutlich jugend- und sozialpolitisch profiliert hat, dass sie eine Frau ist, und dass sie aus Rinteln stammt. Damit stimmt auch der regionale Proporz", merkte der Fraktionschef zum Stichwort Rinteln an. Er betonte, dass Vehling seine Sache "sehr gut" gemacht habe, aber jetzt die Generation "50 plus" dran sei. Werner Vehling bleibt allerdings Vorsitzender des Kreistages. In den Kreisausschuss werden für die SPD die Neugewählte, der Fraktionschef, Herwig Henke, Heinz Grabbe und Heinrich Oppenhausen einziehen. Die drei letztgenannten Mitglieder werden nach zweieinhalb Jahren durch Karsten Becker, Horst Schwarze und Sigmar Sandmann abgelöst. Henke soll Vorsitzender des Schulausschusses bleiben. In den Kulturausschuss wird Erika-Hoppe Deter als neue stellvertretende Vorsitzende gehen, und Wolfgang Kölling soll diese Funktion im Feuerschutzausschuss übernehmen. Kreistags-Neuling Karsten Becker soll Nachfolger von Klaus Tanski als Sozialausschuss-Vorsitzender werden. Und Neuling Andreas Günther soll Ewald Waltemathe im Vorsitz des Umweltausschusses ablösen. Manfred Spenner ist designierter Vorsitzender des Bauausschusses, der bisher von Bernd Reese geleitet wurde. Christiane Reckmann soll weiter den Ausschuss für regionale Entwicklung leiten, und Sigmar Sandmann wird für den Vize-Vorsitz des Finanzausschusses vorgeschlagen. Hartmann-Grolm soll Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses bleiben. Die Vorsitze in den wichtigen, aber nichtöffentlich tagenden Krankenhaus- und Personalausschüssen sollen Horst Schwarze beziehungsweise Ilsemann übernehmen.

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