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51-jähriger Mann offenbar geistig verwirrt / 150 000 Euro Schaden - Einfamilienhaus unbewohnbar

Rintelner steckt eigenes Haus mit Gasbrenner an

Rinteln (crs). Ein kurioser Hausbrand in der Hafenstraße hat die Rintelner Feuerwehr in der Nacht zu gestern in Atem gehalten. Um kurz vor eins wurden die Brandschützer von Anwohnern alarmiert und zu einem brennenden Einfamilienhaus gerufen. Den Brand hatten die Feuerwehrleute rasch unter Kontrolle - und den dafür Verantwortlichen konnte die Polizei fast noch schneller ermitteln: Denn vor dem brennenden Haus stand bereits der 51-jährige Bewohner, und der hat den Brand nach bisherigem Ermittlungsstand selber gelegt. Verletzt wurde dabei niemand, der Sachschaden an Gebäude und Hauseinrichtung beträgt ungefähr 150 000 Euro.

veröffentlicht am 29.08.2006 um 00:00 Uhr

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Offenbar mit einem Gasbrenner hat der Mann verschiedene Einrichtungsgegenstände in seiner Wohnung in Brand gesetzt - die Motive für sein Handeln sind noch nicht bekannt. "Die Ermittlungen dauern an", sagt Rintelns Polizeichef Gerhard Bogorinsky. Allerdings bestehe der Verdacht, dass sich der Mann in einem "geistig krankhaften Zustand" befinde. Aus diesem Grund hat auch die Staatsanwaltschaft bereits gestern einen Antrag auf einstweilige Unterbringung gestellt. Der Mann, der einziger Bewohner des Hauses in der Hafenstraße ist und auch zum Tatzeitpunkt alleine war, wurde von der Rintelner Polizei noch am Tatort vorläufig festgenommen, ohne Widerstand zu leisten. Neben ihm im Garten lag der Gasbrenner, mit hoher Wahrscheinlichkeit das Tatwerkzeug. Vor der Brandnacht war der Mann polizeilich noch nicht in Erscheinung getreten. Die Polizei hat den Brandort in der Hafenstraße beschlagnahmt. Experten vom Erkennungsdienst der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg sichern die Spuren. Falls ein Brandgutachten erforderlich sein sollte, werden zusätzlich noch die Spezialisten des Landeskriminalamtes hinzugezogen. Der Sachschaden ist beträchtlich: "Das Haus ist nicht komplett ausgebrannt, aber stark beschädigt", berichtete Bogorinsky gestern in einer ersten Bilanz. Den Sachschaden durch den Brand und das Löschwasser beziffert die Polizei auf rund 150 000 Euro. Zumindest bis auf Weiteres sei das Haus unbewohnbar, so Bogorinsky: "Da werden erhebliche Renovierungsarbeiten erforderlich sein, falls es nicht sogar abgerissen werden muss."

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