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Teil der Schlammteiche könnte als Stellfläche dienen / "Taxen"-Streit mit Bückeberg-Klinik vor Beilegung?

Rinne bittet Rehazentrum: Schaffen Sie Parkplätze

Bad Eilsen (tw). Gute Nachrichten beim Gespräch der Spitzen von (Samt-)Gemeinde und Rehazentrum zum Jahresauftakt im Haus des Gastes: "2006", berichtet Verwaltungsleiterin Elke Unland, "hatten wir mit 98 Prozent nahezu Vollbelegung". Eine ähnlich - gute - Entwicklung zeichne sich auch für 2007 ab.

veröffentlicht am 08.02.2007 um 00:00 Uhr

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Wider Erwarten seien die Energiekosten für Kursaal und Kurtheater trotz des teils strengen Winters Anfang 2006, der alten Gasheizung und der nicht völlig dicht schließenden Fenster nicht gestiegen. Im Gegenteil: "Sie sind sogar leicht gefallen", freut sich DRV-Justitiar Harald Hiemesch. Zwar ließe sich das leer stehende Gebäude-Ensemble noch immer nicht kostendeckend unterhalten, aber: "Dank der zahlreichen und gut besuchten Veranstaltungen, welche die Gemeinde dort ausrichtet, sind wir auf einem guten Weg." Kommt hinzu: Mit ein wenig Glück bekommt Bürgermeister Horst Rinne schon bald eine Geschichte vom Tisch, die nun schon mehr als vier Jahre die Gemüter bewegt: den Rechtsstreit mit der Bückeberg-Klinik um das Freistellen der AHB-Patienten von der Kurtaxe. "Die Kompromisslösung, die uns vorschwebt, ist, die AHB-Patienten in Punkto Taxe den Schwerbehinderten gleichzustellen und ihnen den gleichen Rabatt einzuräumen", sagt Rinne. Der Verwaltungsausschuss habe bereits grünes Licht gegeben, nur das Votum des Rates und - natürlich - das Placet der Bückeberg-Klinik stehe noch aus. Sagen beide Ja, würden AHB-Patienten künftig nur noch 1,30 statt wie bislang 1,80 Euro pro Tag zahlen. "Damit Bad Eilsen die Kosten für die Pflege des Kurparks bezahlen kann, müsste im Gegenzug allerdings die ,normale' Kurtaxe - leicht - angehoben werden", stellt der Bürgermeister in Aussicht. Doch selbst dann wäre die Taxe, gemessen etwa an derjenigen, die Bad Nenndorf derzeit erhebt, noch "vergleichsweise gering". Ein weiteres Problem wird wohl nicht so schnell zu lösen sein: der Parkdruck in Bad Eilsen (wir berichteten), der durch Patienten des Rehazentrums noch verstärkt wird. Denn trotz der Empfehlung der DRV, mit Bus oder Bahn anzureisen und trotz des Angebotes eines Shuttle-Dienstes zur Klinik bringt laut Unland "etwa ein Drittel" der Patienten dennochdas eigene Auto mit. Die Bitte, die Rinne Hiemesch mit auf den Weg nach Hannover gegeben hat: "Wandeln Sie zumindest einen Teil Ihrer früheren Schlammteiche in eine geschotterte Stellfläche um." Das Areal hinter dem Speisesaal liege für die Patienten günstig, sei noch dazu umzäunt. Eine entsprechende Lösung, die laut Rinne Platz für 40 bis 50 Autos bieten müsste würde "etwa 50 000 Euro" kosten - und sei für die DRV damit vergleichsweise günstig zu haben. Hiemesch wird den Wunsch des Bürgermeisters weiter leiten, verhehlt aber nicht, dass die Mittel der Rentenversicherung knapp sind. Der Justitiar: "Parkplätze sind im Bereich der Klinik im Prinzip genug vorhanden; nur liegen sie leider nicht mehr dort, wo jetzt das - neue - Bettenhaus steht." Die Bitte, die Hiemesch seinerseits über Rinne an die Samtgemeinde heran trägt: "Setzen Sie die Parkverbote rings ums Rehazentrum durch - notfalls auch mit Knöllchen." Das käme auch der DRV entgegen, die ihren Patienten dann belegen könnte, dass sie die Anreise mit dem eigenen Auto teuer zu stehen kommen wird ... Übrigens: Beim besagten Spitzengespräch im Haus des Gastes hat die DRV auch zugesagt, die marode Vorderfassade des Badehotels im Laufe des Jahres einer "kosmetischen Operation" unterziehen zu wollen. Insbesondere im Eingangsbereich bröckelt seit Jahren der Putz.



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