weather-image
10°
×

Löwensens Feuerwehr blickt auf seltenen Hilfseinsatz, aber sonst ruhiges Jahr zurück

Ringelnatter sucht vor Blauröcken das Weite

Löwensen (ar). Löwensens Feuerwehr kann ihre Übungen jetzt noch realistischer gestalten: Für Einsatzszenarien in verqualmten Räumen helfen die Freiwilligen nun mit einer Nebelmaschine nach. Die konnte die Ortswehr – ebenso wie eine Lautsprecheranlage für die Ausbildung – laut Kassenwart Karl-Heinz Door anschaffen, weil sie genügend Geld gespart hatte.

veröffentlicht am 23.01.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 21:41 Uhr

Ansonsten ließ Ortsbrandmeister Andreas Pflugstedt während der Hauptversammlung der Wehr im örtlichen Dorfgemeinschaftshaus ein relativ ruhiges Jahr Revue passieren: Die geleisteten Einsätze hielten sich mit einem Brandeinsatz, zwei Hilfeleistungseinsätzen und einer Brandsicherheitswache in überschaubaren Grenzen.

Immerhin hatte einer der Hilfeleistungseinsätze einen wohl einmaligen Charakter: Auf einem Balkon war eine Schlange entdeckt und von einer relativ verstörten Frau gemeldet worden. Als die Löwenser Wehr anrückte, konnte die Frau zwar ein Handyfoto des Tieres vorzeigen, das sie geistesgegenwärtig geknipst hatte. Das Reptil hatte es aber vorgezogen, sich rechtzeitig vor der Feuerwehr in Sicherheit zu bringen. „Dem Foto nach war es eine Ringelnatter“, sagt Andreas Pflugstedt, „und die wäre harmlos gewesen. Trotzdem haben wir das Haus danach abgesucht.“ Auch drei Fehlalarme waren 2012 zu verzeichnen. Ansonsten leistete die Ortswehr 1015 Dienststunden, von denen 552 auf die Ausbildung in Theorie und Praxis entfielen. Durch Abgänge von drei Kameraden zählt die Jugendwehr nun noch fünf weibliche und vier männliche Mitglieder. In diesem Zusammenhang verwies Stadtbrandmeister Jürgen Bitterling auf die Notwendigkeit, in Zukunft andere Wege zu beschreiten, um „die Pflichtaufgabe Feuerwehrdienst attraktiver zu machen. Wenn da in Zukunft nicht Geld fließt, etwa für eine zusätzliche Altersversorgung, wird es problematisch. Denn bei Alarmierung sind wir quasi Mitarbeiter der Stadt“, sagte er.

Ortsbürgermeisterin Sieglinde Patzig-Bunzel betonte, es sei ihr eine Herzensangelegenheit, der Feuerwehr angesichts der gestiegenen Anforderungen im Dienst und den veränderten Brandbekämpfungstechniken zu danken.

Ärgerlich reagierte sie indes auf „wahre Kampagnen gegen die Feuerwehr, die nach zwei Einsätzen sogar über Facebook initiiert worden waren“. Ausdrücklich verteidigte sie die Vorgehensweise und mahnte: „Stellt Euch vor, es brennt, und keiner löscht!“

Beförderungen nahmen Andreas Pflugstedt und Jürgen Bitterling nicht vor. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Lothar Wetterling und für 60 Jahre Franz Eikermann in Abwesenheit geehrt. Zum Feuerwehrmann ernannt wurde Eduard Hübert, der zudem den Wanderpokal als aktivster Feuerwehrkamerad erhielt.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2021
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt