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36,5 Meter hohes Gebäude geplant / Transportbrücke über die Extertalstraße

Riha will 30 Millionen investieren: Neues Hochregallager im Frühjahr

Exten (wer). Im kommenden Frühjahr will die Firma Riha ihre wohl größte Einzelinvestition am Standort Exten realisieren: 30 Millionen Euro sind für ein neues Logistikzentrum veranschlagt, das außerhalb des bisherigen Betriebsgeländes, auf der anderen Seite der Extertalstraße entstehen soll. Ein neues Hochregallager istgeplant, das mit 36,5 Metern deutlich höher ausfällt als das existierende. Eine Transportbrücke soll das Lager an das Firmengelände anschließen.

veröffentlicht am 24.11.2006 um 00:00 Uhr

Geplanter Standort des neuen Hochregallagers von Riha westlich d

"Die technische Planung und die Gebäudeplanung stehen kurz vor dem Abschluss", teilt Firmenchef Richard Hartinger jun. mit. In den nächsten zwei Monaten will Riha den Bauantrag stellen, im Februar oder März soll der Startschuss fallen. Am Mittwoch informierte Hartinger Vertreter der Stadt und Ratspolitik über das Projekt. Die Planung ist alles andere als neu: Bereits 2003 hatte die Politiküber das neue Hochregallager beraten und grünes Licht signalisiert. Dann rutschte das Konzept im Prioritätenranking des Unternehmens zunächst nach hinten. Jetzt ist es hochaktuell: Mit dem neuen Logistikzentrum will Riha seine Lagerkapazität um 40 000 Palettenplätze erweitern und damit mehr als verdoppeln. Engpässe in der Verfügbarkeit und beim Verladen von Waren, die vor allem in heißen Sommermonaten auftreten, will die Firma abstellen. An das Lager angeschlossen werden soll ein neuer Verladebereich, der einen erheblichen Teil des Lkw-Verkehrs vom alten auf das neue Firmengelände verlagern wird. Diverse Außenlager, die Riha unterhält, werden in Zukunft überflüssig. Im Vergleich zu denälteren Plänen hat sich die Konzeption in zwei entscheidenden Punkten verändert: Das Lager soll höher werden als zunächst gedacht, aber es soll in Nord-Süd-Richtung gebaut werden und damit die Sichtwirkung auf die Weserberge weniger beeinträchtigen. Die ursprüngliche Planung von 2003 sah ein 29 Meter hohes Gebäude vor, das quer zur Landesstraße (mit seiner längeren Seite in Ost-West-Ausrichtung) gebaut werden sollte. Jetzt soll das Lager 36,5 Meter hoch werden und damit das höhere der beiden existierenden Lager (25,8 Meter) deutlich überragen. Dafür liegt nur die kürzere Seite des Gebäudes in der Hauptblickachse von Süden nach Norden. Das Lagergebäude soll 69,7 Meter breit und 105,8 Meter lang werden. Nach Süden schließt sich ein 82,4 Meter breiter und 39,9 Meter langer Versand- und Verladebereich an, der die halbe Höhe des Lagers erreicht und somit die Südfassade optisch strukturiert. Nichts geändert hat sich am Konzept einer Transportbrücke, die über 200 Meter lang werden und die alten mit dem neuen Hochregallager verbinden soll. Unmittelbar nördlich des Draisinen-Gebäudes quert die Brücke in den Plänen die Landesstraße. Ob sie in transparenter Glas-Optik (wie zum Teil am Riha-Standort Zurzach in der Schweiz) oder in geschlossener Form gebaut wird, ist noch ebenso offen wie die Frage der Transporttechnik: Favorisiert wird derzeit eine Elektrohängebahn. Kann Riha wie geplant im Frühjahr mit dem Bau beginnen, soll das Logistikzentrum 2008 in Betrieb gehen. Hartinger hofft auf eine schnelle Genehmigung durch die Behörden. Außerdem will der Unternehmer noch Gründstücke von der Stadt kaufen, um das eigene Baugelände zu arrondieren.

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