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Lob vom Landrat / Angestrebt: Zulassung für Behandlung schwerer Verletzungen

"Richtige Impulse": Krankenhaus erzielt deutliches Plus bei OP-Zahlen

Rinteln (la). Seit Oktober 2006 ist Dr. Peter Jürgensmeier Chefarzt der chirurgischen Abteilung des Klinikums Schaumburg, Kreiskrankenhaus Rinteln. "Im Ergebnis ist die Arbeit von Dr. Jürgensmeier sehr erfolgreich. Der Chefarzt gibt neue, richtige Impulse und unsere Wahl war richtig", lobt Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier im Gespräch mit unserer Zeitung.

veröffentlicht am 02.01.2008 um 00:00 Uhr

Erst seit einem guten Jahr ist Dr. Peter Jürgensmeier Chefarzt d

Besonders erfreulich: Die Fallzahlen sind innerhalb des vergangenen Jahres deutlich angestiegen - so gab es zum Beispiel ein Plus von fast 30 Prozent bei den ambulanten Operationen. Um die Fallzahlen noch auszuweiten, strebt das Kreiskrankenhaus Rinteln für dieses Jahr die Zulassung für die Behandlung schwerer Verletzungen an. Zum Team von Dr. Jürgensmeier gehören die Oberärzte Heinrich Schultze, Dr. Jörg Gleißner und Karen Huster sowie acht Assistenzärzte. Das langjährig erfahrene Fachärzte-Team der chirurgischen Abteilung betreut sämtliche Fachgebiete der Chirurgie. Viele dieser Operationen werden im Kreiskrankenhaus Rinteln schon seit Jahren minimal-invasiv, also mit nur noch kleinen Operationsschnitten durchgeführt. Diese "Schlüsselloch-Chirurgie" ermöglicht es, die Eingriffe möglichst schonend zu gestalten. Eine jahrzehntelange Tradition hat zudem die Implantation von Herzschrittmachern in Zusammenarbeit mit der Inneren Abteilung. Operationen an der Schilddrüse wurden durch die Einführung des so genannten "Neuromonitoring" revolutioniert: Schon während der Operation wird die Funktion des Stimmbandnervs überprüft, um eine Verletzung zu vermeiden. Die Zahl der Schilddrüsenoperationen ist in diesem Jahr von acht auf 60 gestiegen. In der Endoprothetik erfolgt das Einsetzen von künstlichen Hüft- und Kniegelenken sowie von Schultergelenken nach Trümmerbrüchen mit den jeweils modernsten Implantaten und Implantationstechniken. Das neue Modell der Hüftoperation ermöglicht eine primäre Vollbelastung. "Wir verfügen über Implantate vom großen Knochen bis zum Vorfuß", sagt Dr. Jürgensmeier. Knieprothesen würden unterstützt durch einen Navigationscomputer eingebracht: "Auf diese Weise kann die Beinachse genauer ausgerichtet und eventuell korrigiert werden." Erfreulich sei, dass die Mindestzahl für Knieoperationen von 50 deutlich überschritten sei. "Und das, obwohl wir erst im Februar 2007 damit beginnen durften", so Dr. Jürgensmeier. Dr. Jürgensmeier konnte innerhalb eines Jahres das Leistungsspektrum im Kreiskrankenhaus Rinteln im stationären und ambulanten Bereich ausweiten. Allein im Bereich des ambulanten Operierens - kleinere Operationen werden ambulantüber die Tagesklinik ausgeführt - wurde die Fallzahl um fast 30 Prozent erhöht, ein Plus von 77 Fällen. Im stationären Bereich ist die Fallzahl um fünf Prozent - 110 Fälle - gestiegen. "Das Einweiseverhalten der niedergelassenenÄrzte hat sich deutlich verbessert", freut sich Dr. Jürgensmeier, der den Kontakt zu Kollegen sucht und mit vielen Patienteninformationen an die Öffentlichkeit geht - so auch bei der Gesundheitsmesse im Brückentorsaal. "Das Team hat einen guten Ruf und liefert Qualität ab", so Schöttelndreierzufrieden. Allerdings stellte der Landrat auch fest, dass die Fallzahlen von 2004 noch nicht wieder erreicht werden konnten. "Das schaffen wir im kommenden Jahr aber bestimmt", ist sich die Verwaltungsleiterin des Kreiskrankenhauses Rinteln, Tatjana Daum, sicher. Dazu beitragen soll auch die beantragte Zulassung der Berufsgenossenschaft für die Behandlung schwerer Verletzungen. Unfallverletzte mit bestimmten schweren Verletzungen, die einer sofortigen besonderen unfallmedizinischen Behandlung bedürfen, müssen nämlich in einem von den Landesverbänden der gewerblichen Berufsgenossenschaften beteiligten Krankenhaus der Akutversorgung behandelt werden. Diese Krankenhäuser müssen im Hinblick auf die Schwere der Verletzungen im personellen, apparativen und einrichtungsmäßigen Bereich spezielle Anforderungen erfüllen und zur Übernahme bestimmter Pflichten bereit sein. "Wir erfüllen inzwischen alle Voraussetzungen und hoffen, im ersten Halbjahr 2008 die Zulassung dafür zu bekommen", sagt Dr. Jürgensmeier. Enormer Zulauf ist auch im Sprechstundenbereich zu verzeichnen - die Zeiten wurden entsprechend bereits ausgeweitet. Dienstags und donnerstags von 16 bis 17 Uhr können Patienten zur Unfallchirurgischen Sprechstunde (Endoprothetik) ins Kreiskrankenhaus Rinteln kommen, mittwochs von 10 bis 11 Uhr findet eine Berufsgenossenschafts-Sprechstunde statt, montags von 14.30 bis 15.30 Uhr die neue Fußsprechstunde. Für die Sprechstunden sind jeweils Überweisungen erforderlich.

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