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Arbeitszeitkonten: Großer Unmut über die Landesregierung unter Stadthäger Lehrern

RGS-Leiter: "Vertrauen ist extrem gestört"

Stadthagen (jl/ssr). Die Ankündigung der Landesregierung, die über Jahre angesammelten, verordneten Überstunden der Lehrer nicht wie geplant vom kommenden Schuljahr an, sondern erst direkt vor der jeweiligen Pensionierung abzugelten, sorgt für heftigen Unmut an den Schulen. Offener Protest mit Blick auf die pro Lehrer biszu 800 Überstunden ist zwar noch nicht in Sicht, aber die Stimmung ist nach Angaben der gestern befragten Stadthäger Schulleiter ganz tief im Keller.

veröffentlicht am 18.04.2008 um 00:00 Uhr

"Das Vertrauen ist extrem gestört", brachte Heinrich Frommeyer, Leiter des Ratsgymnasiums, die Stimmung in seinem Haus auf den Punkt. In den vergangenen Jahren sei bei den Pädagogen viel Motivation für die Weiterentwicklung von Schule abgefordert worden. Von dieser Bereitschaft werde angesichts des Verhaltens der Landesregierung nicht viel bleiben, zumal da junge Pädagogen mit durchschnittlich 25,5 Unterrichtsstunden pro Woche "an der Grenze der Belastbarkeit" arbeiteten. "Wir sind total empört", berichtete IGS-Leiterin Carola Pliska. Die Stimmung im Kollegium gehe dahin, "dass die Glaubwürdigkeit von Regierungsmitgliedern angezweifelt wird". Als Chefin "von so vielen aktiven Kollegen finde ich es besonders schlimm, dass deren Engagement eine derartige Missachtung entgegengebracht wird". Pliska hält es darüber hinaus für angebracht, die Rechtsgrundlage des Vorgehens zu prüfen. "Das macht die Motivation kaputt", kommentierte Berufsschuldirektor Jürgen Steltner: Bei einzelnen Lehrern machten sich gar resignative Gedanken breit, "ob die Überstunden überhaupt jemals erstattet werden".



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