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31:24-Erfolg in Bad Nenndorf für die Eyßer-Truppe / 25:31-Niederlage für Schaumburg Nord

Revanche geglückt: Stadthagen besiegt VfL-Reserve

Handball (hga). Der Landesligist VfL Bad Nenndorf II hat es nicht geschafft, den VfL Stadthagen zum dritten Mal in Folge in einem Pflichtspiel zu schlagen. Joachim Becker setzte den Schlusspunkt zum 31:24-Erfolg vom VfL Stadthagen in der Nenndorfer Kreissporthalle. Die HSG Schaumburg Nord musste am fünften Spieltag bei den HF Aerzen mit 25:31 die erste Saisonniederlage hinnehmen.

veröffentlicht am 02.10.2006 um 00:00 Uhr

Marc Sieger (M.) konnte sich gegen die robuste Stadthäger Abwehr

Bad Nenndorf II - Stadthagen 24:31 (9:10). "Das schlechteste ist, das Holger Bartels sich verletzt hat", sagte Hinze. Bartels schied in der 44. Minute mit einer Fußverletzung aus. "Vor allem muss man sehen, das wir im Zeitstrafenverhältnis klar auf der Verliererstraße waren. Aber wir haben gezeigt, dass wir mittlerweile auch Abwehr spielen können", zog der Stadthäger Coach Werner Eyßer Bilanz. Den Gästen gelang die Revanche für zwei Niederlagen während der vergangenen Saison. Alexander Buhre (50.) und Jens Lauterbach (59.) sahen nach drei Zeitstrafen die Rote Karte. "Wir haben in der zweiten Halbzeit gut und schnell aus der Abwehr heraus gespielt", sagte Eyßer. Dabei leisteten die Gastgeber allerdings reichlich Unterstützung. "Wir haben den Fehler gemacht, Anfang der zweiten Hälfte ihr Spiel anzunehmen", erklärte Hinze. In der ersten Hälfte war es ein eher mäßiges Spiel mit zwei guten Torhütern. Thorsten Willuhn für die Gastgeber und Jan Bruns auf Seiten der Gäste bildeten einen sicheren Rückhalt. 3:3 (10.), 7:7 (20.), 8:7 (25.), der Verlauf war ausgeglichen. Die Halbzeitpause nutzte den Gästen offenbar mehr, 13:10 führte die Eyßer-Sieben in der 34. Minute. Konzentrierter und jetzt schneller starteten die Gäste in die zweite Hälfte, die Nenndorfer leisteten sich einige leichte Fehler. Beim 16:19 (42.) waren die Gastgeber noch an den Gästen dran, die in der Folgezeit trotz einiger Zeitstrafen die entschlossenere Mannschaft waren. Nach Bartels Ausscheiden in der 44. Minute baute die Hinze-Sieben nicht mehr genug Druck auf die Gäste auf, die sich auf 22:16 (48.) absetzten. Während die Nenndorfer nicht mehr zu ihrem Spiel fanden, ließen die Gäste nicht nach. Beim 20:27 (53.)-Rückstand der Gastgeber war eine Vorentscheidung gefallen. VfL II: Bartels 4, Stille 4, Möller 3, Rose 3, Sieger 3, Bock 2, Schröder 2, Niermann 1, Steinert 1, Lüdtke 1. VfL: Franke 11/6, Buhre 6, Gallus 4, Springer 3, Fischer 3, Roland Becker 2, Pante 1, Joachim Becker 1. Aerzen - Schaumburg Nord 31:25 (14:14). Im fünften Spiel der laufenden Saison der Landesliga hat die HSG Schaumburg Nord bei den HF Aerzen die erste Niederlage kassiert. 25:31 unterlag die HSG in einem Spiel, das genauso gut hätte andersherum ausgehen können. Aber nicht die erste Saisonniederlage ärgerte. "Es ist ärgerlich wie die Niederlage zustande kam, weil wir hätten gewinnen können", sagte HSG-Coach Michael Evers. Nach einer guten ersten Hälfte sorgte eine verkorkste zweite Hälfte für Ungemach. "Alles was wir in der ersten Hälfte richtig gemacht haben, wurde falsch gemacht, ohne die sowieso gemachten Fehler abzustellen", ärgerte sich Evers. Über 5:5, 10:7 und 14:12 kam die HSG zum 14:14-Unentschieden beim Halbzeitpfiff. Die Chancenverwertung war nach gutem Start zufrieden stellend. Sehr zum Leidwesen von Evers baute die Mannschaft immer mal wieder technische Fehler im Angriff ein, die von den Gastgebern per Tempogegenstoß umgehend zu Toren verwertet wurden. In Hälfte zwei lag die HSG schnell 15:20 und 18:24 zurück. "Wir waren noch in der Kabine, glaube ich", kommentierte Evers den Fehlstart seiner Mannschaft. Passivität herrschte plötzlich in der HSG-Abwehr, im Angriff schaffte die HSG keine Gefährlichkeit mehr zu entwickeln. Zu wenig Druck kam auf die Abwehr der Gastgeber, die ihrerseits wieder die Fehler der Gäste nutzten. Am Ende stand eine vermeidbare Niederlage, eine Woche vor dem Derby gegen den VfL Stadthagen vielleicht zur rechten Zeit. HSG: Czerwinski 8, Lattwesen 5, Brockmann 2, Windheim 2, Günzel 2, Winkler 2, Menzel 2, Steinmeyer 1, Stramer 1.

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