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Erfolgreiche Rettungshundeteam-Prüfungen „Flächensuche“ und „Trümmersuche“ in Holzminden

Retter auf vier Pfoten bereit für den Einsatz

Holzminden. Für die Rettungshundestaffel der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) Südniedersachsen aus Holzminden stand das Wochenende ganz im Zeichen wichtiger Prüfungen. Die Staffel richtete an beiden Tagen eine zentrale Rettungshundeteamprüfung aus. In Holzminden trafen sich zwei- und vierbeinige Helfer zur Prüfung „Flächensuche“, am Sonntag stand parallel dazu noch die Prüfung „Trümmersuche“ auf dem Programm.

veröffentlicht am 15.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:45 Uhr

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Autor:

Maike Müller
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25 Teams aus den Johanniter-Verbänden Braunschweig, Hannover, Landsberg am Lech, Nordbrandenburg, Paderborn, Potsdam, Oldenburg, Stade und Schleswig traten an. Außerdem nahmen Rettungshundeteams des ASB Ostmünsterland und der Malteser aus Damme teil.

Katrin Seizer, Leiterin der Rettungshundestaffel Südniedersachsen aus Holzminden, bereitete schon seit Wochen gemeinsam mit ihren Staffelmitgliedern diese Prüfung vor: „Für so einen kleinen Ortsverband wie Holzminden war es schon ein großer Kraftakt, eine deutschlandweite Rettungshundeteamprüfung zu planen und durchzuführen, aber mit Unterstützung von Johannitern aus Northeim haben wir alles auf die Beine gestellt.“ Aus der Staffel aus Holzminden nahm keiner an den Prüfungen teil. „Wir sind im Moment super aufgestellt mit fünf geprüften Teams, 13 Mitgliedern inklusive einer Tierärztin und an 365 Tagen rund um die Uhr einsatzbereit. Wir freuen uns aber sehr, dass zehn Teams die Flächenprüfung und drei die Trümmerprüfung bestanden haben.“

Im ersten Prüfungsteil waren die Hundeführer gefragt: Im Theorietest wurde Spezialwissen zu Themen wie Erste Hilfe auch am Hund, Einsatztaktik in Fläche und Trümmern, Orientierung mit Karte und Kompass sowie Trümmerkunde abgefragt. Dann ging es in die Praxis: Beim Verweistest mussten die Hunde anzeigen, dass sie einen Menschen gefunden haben. „Wichtig ist dabei, dass die Vierbeiner dem Vermissten nicht zu nahe kommen oder ihn gar belästigen, da der Rettungshund im Einsatzfall keinesfalls die aufgefundene Person bedrängen oder sogar verletzen darf“, erklärt Katrin Seizer.

Im sogenannten Gehorsamkeitstest war anschließend Teamwork gefragt: „Das Rettungshundeteam muss als perfekte Einheit funktionieren“, führt Seizer weiter aus. „Nur wenn der Hund den Anweisungen des Hundeführers exakt folgt, besteht das Team diesen Prüfungsteil.“ Zuletzt ging es auf das große Waldgelände. Innerhalb von 20 Minuten sollten die Teams bis zu zwei Ehrenamtliche auffinden, die als sogenannte Versteckpersonen fungierten und zuvor durch die Prüfer im Dickicht versteckt wurden.

Bei der Trümmerprüfung wurde die Schwierigkeitsstufe noch einmal erhöht. Neben der Prüfung in Gehorsam mussten die angetretenen Teams vor der Suche im Gelände zunächst auch noch die Gewandtheit der zu prüfenden Vierbeiner beim Begehen von Geräten wie zum Beispiel einer wackeligen Fassbrücke, einer waagerechten Leiter oder einer Wippe demonstrieren. In einem besonders vorbereiteten Gelände sollten die Prüflinge dann bis zu vier Personen in drei „Verstecken“ aufspüren. Unter einer dicken Schicht Bauschutt und anderer Trümmer mussten die Hunde die wenige, durch die Ritzen und Spalten dringende Witterung der Versteckpersonen so genau ausarbeiten, dass sie diese dann an der dichtestmöglichen Stelle durch Bellen anzeigen konnten. Dabei durften sich die vierbeinigen Johanniter nicht von versteckten Futterreizen, Kleidungsstücken, Lärm oder mit einer Nebelmaschine simuliertem „Feuer“ ablenken lassen.

Dr. Anja Rocksin, stellvertretende Prüferobfrau des Bundesverbandes der Johanniter, ist sehr zufrieden mit den Ergebnissen des Wochenendes. Landrätin Angela Schürzeberg ließ es sich nicht nehmen und übergab den erfolgreichen Teilnehmern ihre Urkunde und beglückwünschte sie zu ihrem Erfolg.



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