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Kreisgruppe zieht beim Neujahrsempfang in der Jägerkaserne Bilanz / Neue Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Polizei

Reservisten beim "Freedom Walk" in Washington dabei

Bückeburg (jp). Eine große Anzahl von Vertretern aus Bundeswehr, Politik und dem öffentlichen Leben konnte Ernst Nitschke, Hauptfeldwebel der Reserve und Vorsitzender der Kreisgruppe Weserbergland der Reservisten, zum diesjährigen Neujahrsempfang begrüßen.

veröffentlicht am 16.01.2007 um 00:00 Uhr

Dr. Joachim Runkel (r.) ehrt in seiner Eigenschaft als Vize-Vors

Die Kreisgruppe hatte wie in den Jahren zuvor zu diesem Anlass ins Fürstenzimmer des Offizierscasinos in der Jägerkaserne Bückeburg eingeladen. Der Einladung waren unter anderem der Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy, die Landtagsabgeordneten Friedrich Pörtner und Joachim Runkel, die ehemalige Staatssekretärin Brigitte Schulte, Bürgermeister Reiner Brombach, mehrere Politiker aus dem Hamelner Raum sowie ranghohe Angehörige der Bundeswehr gefolgt. Ernst Nitschke zählte in seiner Ansprache stichpunktartig die Aktivitäten seiner Kreisgruppe auf. Darunter fanden sich neben zahlreichen Aus- und Weiterbildungen sowie einer Vielzahl von Kontakten und Besuchen auch eine Teilnahme am Freedom Walk in Washington, mit dem alljährlich der Opfer der Flugzeugattentateam 11. September 2001 gedacht wird. "Sie sehen, wir waren auf regionaler,überregionaler und sogar internationaler Ebene aktiv", erklärte Ernst Nitschke. Seinem Kommandeur Oberst Paul Bacher, Chef des Landeskommandos Niedersachsen, konnte Nitschke vermelden: "Die Kreisgruppe Weserbergland wurde ihren Aufgaben gemäß den Vorgaben gerecht." Paul Bacher, seit Jahresbeginn Chef des neugebildeten Landeskommandos, wies in seinem Grußwort auf die intensivierte Einbindung der Reservisten in die militärisch-zivile Zusammenarbeit hin. Seit dem 1. Januar gewährleisten Reservisten der sechs Bezirksverbindungskommandos und 46 Kreisverbindungskommandos Niedersachsens die Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen. Nur das neue Landeskommando in Hannover ist mit hauptberuflichen Soldaten besetzt. Bürgermeister Reiner Brombach betonte die wirtschaftliche Bedeutung der Bundeswehr für die Garnisonsstadt. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Standorten sei die Bundeswehr in den letzten Jahren hier nicht nur nicht reduziert worden, sondern habe personell und qualitativ sogar erheblich dazugewonnen, unter anderem durch die Intensivierung der Simulatorausbildung. Ein Abzug der Bundeswehr, wie er nach der Wiedervereinigung diskutiert wurde, hätte zu unersetzlichen Verlusten auf allen Ebenen geführt. Sebastian Edathy, Vorsitzender des Innenausschusses im Deutschen Bundestag, offenbarte sich in seinem Grußwort als überzeugter Befürworter der Wehrpflicht. Sie habe der Bundeswehr immer schon eine besondere demokratische Legitimation gegeben, zudem der Bundeswehr den Zugriff auf qualifizierten Nachwuchs ermöglicht. Allerdings sei künftig eine Verbesserung der Wehrgerechtigkeit zwingend erforderlich: "Es kann nicht sein, dass nur noch ein geringer Anteil der Wehrfähigen überhaupt eingezogen werden." Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Rudolf Krewer (Stadthagen) und Werner Besser (Eldagsen) geehrt. Eine Ehrennadel für 25 Jahre Mitgliedschaft ging an Erich Koehne (Auhagen), Hartmut Hinse (Auhagen), Udo Nemeth (Auhagen), Rudolf Klein (Auhagen), Reinhard Vogt (Auhagen) und Bernhard Waßmann (Hameln).

Ernst Nitschke
  • Ernst Nitschke

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