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Ehrenamtliche Helfer in Kirchbrak wollen aus Altersgründen aufhören / Gemeinde dankt den Einsatz

Rentnergruppe geht wieder in den Ruhestand

Kirchbrak (per). Sie haben Schutzhütten gebaut, Wanderwege gepflegt und Brücken gebaut.

veröffentlicht am 24.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 07:41 Uhr

Die Rentnergruppe verabschiedet sich nach Jahren ehrenamtlicher
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Die fleißige Rentnergruppe hat sich in Kirchbrak durch ihr enormes ehrenamtliches Engagement einen Namen gemacht. Doch nun gehen die Rentner in den Ruhestand, zum Bedauern der Menschen und von Bürgermeister Wilhelm Brennecke: „Dieses Team aus rüstigen Rentnern hat immer tatkräftig angepackt und gehandelt.“

Die aus neun Rentnern bestehende Gruppe um Fritz Kruse hat der Gemeinde in den vergangenen Jahren einiges an Arbeit abgenommen, die sonst sicher dem allgemeinen Sparzwang zum Opfer gefallen wäre.

„Dies hätte den Zerfall von wichtigem Kulturgut und Freizeitmöglichkeiten für die Menschen der Gemeinde oder auch Besuchern zur Folge gehabt“, war für die Rentnergruppe ein Grund, sich zu engagieren.

Die Bilanz der Truppe ist beeindruckend: Insgesamt wurden mit der Hilfe der Männer 20 Osterfeuer aufgebaut, fünf neue Brücken rings um das Dorf erstellt, womit alte und neue Wege erschlossen werden konnten. Drei Brücken wurden zusätzlich wieder aufgebaut. Diese wurden in der Folge von Stürmen beschädigt oder zerstört. Zudem halfen die Helfer über Jahre hinweg dem TSV Kirchbrak bei Veranstaltungen, zum Beispiel durch das Auf- und Abbauen des Zeltes für 100 Personen.

Weitere Betätigungsfelder der Rentnergruppe waren zahlreiche Instandsetzungsarbeiten an Gemeindeeinrichtungen und Gebäuden von Kirchbrak, wie die Grill- und Schutzhütten, Kinderspielplätze, ehemalige Sportanlagen sowie das Dorfgemeinschaftshaus und die Turnhalle.

Auch das Säubern und Herrichten von Wanderwegen war ein Aufgabenfeld. Aus Altersgründen, wie sie selbst sagen, wollen die Mitglieder der Rentnergruppe nun in den Ruhestand gehen. Für ihre Leistungen, die Bereitschaft und die Verantwortung für das Gemeinwohl, hat der Rat der Gemeinde Kirchbrak der Mannschaft bereits Dank ausgesprochen.

Der Rat sei stolz auf die Einsatzbereitschaft der Ruheständler, meinte Bürgermeister Wilhelm Brennecke. „Ihnen gehört der Dank der gesamten Gemeinde.“

Es sei schade, dass diese Truppe nun nicht mehr für ihre Mitmenschen Sorge tragen und sich kümmern könne. Brennecke: „Es liegt nun an jüngeren Leuten, diese Verantwortung für das eigene direkte Umfeld, die Menschen und die Natur zu übernehmen und kräftig mit anzupacken.“



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