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Rentner-Gang entführt Mann und sperrt ihn ein

Vier Rentner waren letzten Sommer auf einen Bankmitarbeiter so sauer, dass sie ihn entführt haben. Den Mann haben sie vor seiner Wohnung abgefangen, in eine Kiste gesteckt und mit dem Auto wegtransportiert. Als die Rentner eine Pause machten, befreite sich der Mann aus der Kiste und versuchte zu fliehen. Die Rentner-Gang erwischte ihn aber noch und sperrte den Mann in einen Keller ein. Sie sagten zu ihm, dass er dort solange bleiben muss, bis er ihnen ihr Geld zurückzahlt.

veröffentlicht am 15.02.2010 um 10:13 Uhr

Eigentlich hat der Mann aber nicht direkt Geld von den Rentnern geklaut. Der Mann ist Finanzberater. In dem Beruf berät man seine Kunden, wie sie ihr Geld anlegen können, damit es sich vermehrt. Auch die Rentner gehörten zu seinen Kunden.

Finanzberater kennen sich gut auf Finanzmärkten aus. Finanzmärkte sind ein bisschen wie Supermärkte, nur dass man dort kein Essen kauft, sondern Anteile an Projekten, die das Geld vermehren. Es kann aber auch passieren, dass sich der Berater täuscht und einen falschen Rat gibt. Dann vermehrt sich das Geld nicht, sondern wird weniger oder verschwindet ganz.

Der Mann hat den Rentnern geraten, ihr Geld für amerikanische Häuser anzulegen. Dies war aber kein guter Rat, und das Geld wurde weniger. Zwei Millionen Euro haben die Rentner so verloren. Das machte sie sehr wütend. Und sie versuchten, ihr Geld zurückzubekommen. Mehrmals haben sie versucht, mit dem Finanzberater zu verhandeln. Aber er gab ihnen das Geld nicht zurück. Deswegen entführten und erpressten die Rentner ihn. Sie wollten, dass der Mann ihnen schriftlich verspricht, das Geld zurückzuzahlen. Der Berater willigte zum Schein ein und schickte ein Fax an seine Bank, in dem er auf Englisch um Hilfe bat. Die Bank alarmierte die Polizei. Drei Tage lang war der Mann im Keller eingesperrt, bis die Polizei das Haus stürmte und ihn befreite. Weil eine Entführung verboten ist, stehen die Rentner nun vor Gericht und warten auf ihre Strafe.ku



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