weather-image
15°
Heute Spanische Nacht in der Fürstlichen Hofreitschule / Morgen Fechtkampf der Diables Noirs mit dem Glockendegen

Rendezvous mit den "Schwarzen Teufeln von Bückeburg"

Bückeburg. "Die Schwarzen Teufel von Bückeburg" wurden sie von den Feinden des Fürstentums Schaumburg-Lippe genannt, und sie waren gefürchtet wegen ihres erbarmungslosen, aufopferungsvollen Einsatzes für ihr Kavallerieregiment. Zu besten Zeiten war die Garde der Schwarzen Reiter in Bückeburg 250 Mann stark, die Pferde standen im Marstall und dem nahen Hofgestüt Fasanenhof und waren zu großen Teilen andalusischen Rapphengste.

veröffentlicht am 19.08.2006 um 00:00 Uhr

Malerisch: Wie der Springer beim Schach präsentiert sich dieser

Die Rückkehr der Bückeburger Elitereiter wurde von vielen Geschichtskundigen bereits bei der Landpartie bestaunt, die Fürstliche Hofreitschule stellt nach und nach ein originalgetreu ausgerüstetes Regiment nach. Hofreitmeister Wolfgang Krischke hat ehrgeizige Ziele "Wir unterstreichen damit, was Bückeburg einigen anderen Standorten heutiger Hofreitschulen voraus hat: Die gewachsene Kultur der Reitkunst auf dem selben Grund und in den selben Gebäuden wie zur Barockzeit, wieder belebt in einer bis ins Detail faszinierend ,echten' touristischen und kulturgeschichtlichen Einrichtung." Zum Sommerfest werden die "Diables Noirs de Buckebourg" zum ersten Mal zu zweit Aufmarsch halten und am Sonntag gegen halb drei ihr schwierigstes Meisterstück vorführen: Das Fechtkampf-Pas-de-Deux mit dem Glockendegen. Auf der Blutpflaumenwiese vor dem Reithaus werden den ganzen Tagüber historische Künste und Begebenheiten unterhaltsam und spannend in Szene gesetzt, der freie Flug der Jagdfalken, der höfische Wettstreit im Stechrennen (spielerische Wettkämpfe in Vollrüstung), Mozart in Bückeburg und Einblick an den Hof des Sonnenkönigs in Versailles (Originalpferde aus dem Kinofilm "Der König tanzt") sind nur einige der Highlights. In der Großen Rasseschau am Sonntag gegen halb zwei werden die Hofbereiter zehn Hengste aller neun heute noch existierenden Barockpferderassen präsentieren und Shetlandponyhengst Renaldo klettert zur Freude der Kinder und seiner Ausbilderin Ina Krüger-Oesert aus Kiel auf ein Podest und piaffiert wie die "Großen". Der Samstagabend ist den temperamentvollen Spaniern gewidmet, es tanzen stolze Andalusierhengste wie der strahlend weiße "Bailador", von seiner Reiterin Andrea Schmitz freihändig in schwierigsten Lektionen geritten, und rassige Carmencitas den Flamenco. Südamerikanisches Flair verbreiten die Latinoklänge von Antonio Vito und die spannenden Fechtduelle des berühmten Zorro. Die "Goldene Kehle der Hofreitschule", Mezzosopranistin Miriam Heinze wird erstmals die gefühlvolle spanische Ballade "Hijo de la luna" (Sohn des Mondes) interpretieren und mit temperamentvollen Stücken aus der Oper Carmen Gänsehaut verbreiten. Der hohe kulturelle Anspruch der Hofreitschule spiegelt sich auch im kulinarischen Angebot wider, das die Gäste erwartet. Die Wirte des Eventcatering-Service Tavola werden ihnen eine original spanische Paella und am Sonntag Spanferkelschinken am offenen Holzkohlegrill servieren, neben vielen anderen thematisch passenden Leckereien. "Unsere Gäste sollen sich einmal jenseits der Bratwurst auf andere Kulturkreise und andere Zeitepochen einlassen können und deren Zauber mit allen Sinnen genießen", erklärt die erste Oberbereiterin Christin Krischke. Karten für beide Veranstaltungen sind von 10 bis 17 Uhr im Vorverkauf und direkt an der Veranstaltungskasse für 8 Euro (Kinder 5 Euro) für den Sonntag 11-17 Uhr und 15 Euro für Samstag ab 19 Uhr erhältlich. Reservierungen nimt die Marstallboutique telefonisch entgegen: (0 57 22) 89 83 50.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare