weather-image
18°
Kleinere Unternehmen profitieren

REK: Kooperation macht Weg für Fördergeld frei

Landkreis (ssr). Die Kooperationskultur im Weserbergland macht zunehmend erfolgreich den Weg für Fördergelder frei. Diese Überzeugung hat Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier als Sprecher der Regionalen Entwicklungskooperation Weserbergland (REK) jetzt auf einem REK-"Abend der Parlamentarier" geäußert (wir berichteten): "Die erfolgreichen Bewerbungen um laufende Förderprogramme zeigen, dass die Kooperationsstrukturen im Weserbergland stimmen."

veröffentlicht am 04.12.2007 um 00:00 Uhr

So habe das Niedersächsische Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz dem REK (bestehend aus den Landkreisen Schaumburg, Nienburg, Holzminden und Hameln-Pyrmont) erst in der vergangenen Woche eine Zuwendung bis zur Höhe von 300 000 Euro bewilligt. Mit den Mitteln solle "eine kooperative Regionalplanung als teilstrategische Regionalentwicklung" gefördert werden, so der REK-Sprecher. Damit könne die langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit der Regionalplanung, die etwa in dem Bodenabbauleitplan Weser ihren Niederschlag gefunden hat, weiter intensiviert werden. Gleichzeitig dienten die Fördergelder dazu, die Zusammenarbeit der Regionalplanung und der Wirtschaftsförderung zu stärken. Die genannten Zielsetzungen sollen laut Schöttelndreier bei einem Modellprojekt innerhalb der nächsten drei Jahre umgesetzt werden. Der Bewilligungsbescheid füge sich ein in eine Reihe von Förderprogrammen, an denen das Weserbergland partizipiere. Erst Mitte des Jahres war den vier Landkreisen jeweils ein regionalisiertes Teilbudget in einer Größenordnung von 2,5 Millionen Euro für die Förderperiode 2007 bis 2013 aus dem europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) bewilligt worden. Diese Gelder dienen der Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen. Die Kreistage der REK-Kreise haben dazu eigene Richtlinien beschlossen ("Pro-INVEST" im Landkreis Schaumburg), auf deren Grundlage die Landkreise die Mittel, die in gleicher Höhe gegenfinanziert werden müssen, vergeben. Dort, wo es sinnvoll sei, werde der Einsatz unter den Landkreisen abgestimmt. Schöttelndreier hob hervor: "Wir haben erstmalig die Möglichkeit, arbeitssichernde Investitionen der kleinen und mittleren Unternehmen, gerade im Handwerk mit bis zu 15 Prozent zu bezuschussen. Wir schaffen damit ein investitionsfreundliches Klima. Es liegen auch bereits einige Anträge vor." Die beschriebene Kooperationskultur sei des Weiteren Ausgangsbasis für den erfolgreichen Ausgang von vier "Leader"-Bewerbungen im Weserbergland sein. Wie berichtet, sind die lokalen Aktionsgruppen "Schaumburger Land", "Westliches Weserbergland", "Östliches Weserbergland" sowie "Solling-Vogler" in der letzten Woche in das "Leader"-Programm der Europäischen Union aufgenommen und jeweils mit einem Förderbudget in einer Größenordnung von zwei Millionen Euro ausgestattet worden.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare