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Warum die Stadtverwaltung die Ecken der neuen Parkbucht-Einfassungen kappen lässt

Reifenkillern geht‘s jetzt an die Kanten

Lügde (jl). Während Bundesverkehrsminister Ramsauer auf kostenpflichtigen Plätzen gerade die Verwarngelder für Parkzeitüberzieher verdoppeln will, hat die Stadt Lügde ganz andere Sorgen: Seit in der Mittleren Straße die etwa 30 Einfassungen für die neuen Straßenbäume und künftige andere Gewächse gesetzt sind, haben die Ecken der scharfkantigen grauen Betonsteine sich binnen weniger Monate einen soliden Ruf als Reifenkiller erworben: An die 50 Autofahrer mussten sich bisher nach ihren mehr oder weniger missglückten Ein- und Ausparkversuchen mindestens einen neuen Pneu kaufen, nachdem sie beim Rangieren gegen eine der vielen Ecken geknallt waren.

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Obendrein musste auch schon der Abschleppwagen ran, als jemand beim Zurücksetzen das Hinterteil seines Autos in eins der Beete gepflanzt hatte und aus eigener Kraft nicht mehr freikam.

Was Lügdes Bauamtsleiter Günter Loges Anfang des Monats gegenüber den PN als Möglichkeit genannt hatte, um das Problem zu entschärfen, wird jetzt Realität: Im Zuge der nachträglichen Ausstattung der Beeteinfassungen mit angedeuteten Zäunen schleifen Mitarbeiter des Bauhofs seit Montag auch gleich ein paar Kanten ab – und zwar jeweils dort zur Straße hin, wo die Baum-Beete die Parkflächen begrenzen. „Wir werden diese Woche damit fertig“, sagt Patrick Mirschel, als er seine mobile Kreissäge kurz ausschaltet, um eine der entschärften Ecken zu prüfen.

An anderen Ecken wie etwa in der Einmündung aus der Brückenstraße und auf dem Marktplatz stehen zur augenfälligen Warnung der Abbieger bereits seit Wochen Naturstein-Blöcke mit kleinen roten Reflektoren daran. Wie die Fahrer größerer Lkw oder Busse damit klarkommen, wird sich zeigen.

Patrick Mirschel prüft den Kantstein, dessen Ecke er gerade abgesägt hat, während Marc Pletat die Löcher zum Befestigen der kleinen Zaunelemente bohrt. Die roten Warnbaken sind unterdes aus der Mittleren Straße verschwunden. Foto: jl

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