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TSV Havelse verzichtet auf den Lizenzantrag / VfL Oldenburg und SC Langenhagen stellen ihn

Regionalliga wird zu einem finanziellen Risiko

Niedersachsenliga (ku). In der neuen Serie wird es bemerkenswerte Veränderungen im Fußball geben. Die heutige Regionalliga wird nach der Bundesliga und der Zweiten Liga zur Dritten Liga, die heutige Oberliga wird umstrukturiert und zur zunächst dreigleisigen Regionalliga, die Niedersachsenliga fällt weg, teilt sich auf in die Oberliga und Bezirksoberliga.

veröffentlicht am 28.03.2008 um 00:00 Uhr

Langsam aber sicher werden an der Tabellenspitze der Niedersachsenliga auch die Weichen für das große Abenteuer "Regionalliga" gestellt. Für die neu formierte Regionalliga werden die Meister der heutigen Niedersachsenligen in die Relegation gehen, also nicht automatisch aufsteigen. Die restliche Niedersachsenliga wird aufgeteilt in die Oberliga und die Bezirksoberliga. Kann der diesjährige Meister also erfolgreich alle Hürden nehmen, werden auf den neuen Regionalligisten gewaltige Investitionen zukommen. Es gibt Anforderungen bezüglich der Stadiongestaltung mit 5000 Plätzen darunter 3000 Sitzplätzen und einem separaten Pressebereich, dazu nicht unerhebliche Auflagen. Das finanzielle Risiko bleibt trotz 120.000 Euro Zuschuss aus Fernsehgeldern erheblich. Der TSV Havelse, derzeitiger Tabellenzweiter, hat unmissverständlich klar gemacht, diese Anforderungen nicht bewältigen zu können und keinen Lizenzantrag gestellt. Im Lager der Havelser wollen sich die Verantwortlichen in der nächsten Runde ganz auf die anstehende Oberligasaison konzentrieren. Anders die Situation beim Tabellenführer der Niedersachsenliga West, dem VfL Oldenburg. Trainer Frank Claaßen zeigte sich dabei allerdings nur bedingt optimistisch. Im Oldenburger "Hunte-Report" sprach er Klartext: "Als Trainer muss man sich immer ein Ziel setzen. Wir wollen in der Niedersachsenliga Meister werden. Danach setzt man sich ein neues Ziel. Das wäre in der neuen Regionalliga das Ziel, bis zum letzten Spieltag realistisch eine Chance aufden Klassenerhalt zu haben. Ich habe nichts dagegen, als Außenseiter anzutreten. Aber wenn ich von Anfang an keine Chance habe, bin ich auch nicht dabei!" Neben dem VfL Oldenburg hat sich der Tabellendritte vom SC Langenhagen um die Regionalliga-Lizenz beworben. Gerüchte besagen, der Langenhäger Etat soll um das zehnfach erhöht werden, das wären dann circa zwei Millionen Euro! Mit Martin Groth hat Langenhagen einen sportlichen Leiter verpflichtet, das unterstreicht klar die Ambitionen. Also wird in der nächsten Saison die neue Oberliga die höchste Amateurklasse bilden, danach geht es in der Bezirksoberliga weiter. Und die dürfte aus schaumburger Sicht ein richtiger Kracher werden.



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