weather-image
33°

Regionalkonzept in Nienstädt abgelehnt

Samtgemeinde Nienstädt (jl). Die Gesamtkonferenz der Grundschule Nienstädt hat die Einführung des so genannten Regionalen Integrationskonzeptes abgelehnt. Das hat Schulleiter Helmut Quander jetzt dem Schulausschuss des Samtgemeinderates mitgeteilt.

veröffentlicht am 24.01.2007 um 00:00 Uhr

Es geht um die sonderpädagogische Versorgung, das heißt um die Betreuung von Schülern mit speziellem Förderbedarf auf Grund von Verhaltensstörungen oder Behinderungen. Dafür gibt es im Grundschulbereich im Landkreis zurzeit zwei Systeme: Das eine ist die Betreuung der betreffenden Kinder an Förderschulen, das andere ist das Regionale Integrationsprojekt, das maßgeblich an der Grundschule Niedernwöhren konzipiert wurde und inzwischen an weiteren Schulen praktiziert wird. Das Regionale Integrationskonzept möchte der Landkreis nach den Worten Quanders "in allen Schulen sehen". In der Diskussion in der Gesamtkonferenz habe sich die Zahl von zwei Stunden "als Juckepunkt" erwiesen. Diese Zeit soll pro Klasse und Woche für die sonderpädagogische Betreuung zur Verfügung stehen, und das sei der große Mehrheit der Konferenz zu wenig gewesen. Deshalb werden Nienstädter Kinder mit Förderbedarf entweder wie bisher von einem mobilen Team betreut oder - falls nötig - zu einer Förderschule überwiesen. Da sich die Stundenzahl mit jedem Schuljahr steigere, so Ausschussvorsitzenden und IGS-Lehrer Eberhard Koch (SPD), "fährt man auf Dauer besser damit". Auch Paul Junk (SPD) warb für eine ortsnahe Förderung. Diese Kinder dürften nicht nach Stadthagen geschickt werden. Ditmar Köritz von der Samtgemeindeverwaltung sagte, dass auch der Schulträger den Antrag auf die Einführung eines anderen Fördersystems stellen kann. Für ihn wäre eine ortsnahe Beschulung sinnvoll. "Das ist auch ein Standortfaktor." Ob es zu einem Antrag gegen das Votum der Gesamtkonferenz kommt, müssen die Fraktionen des Samtgemeinderates entscheiden, wenn sie sich mit dem Votum der Schule auseinander setzen.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare