weather-image
14°
Besprechung aller Exter-Anrainergemeindenüber mögliche Hochwasserschutzmaßnahmen

Regenrückhaltebecken für Kendalstraße

Rinteln (mld). Im Bauausschuss entschieden: Nicht nur das Wohngebiet an der Kendalstraße, sondern auch das geplante Baugebiet an der Kirschenallee soll je ein Regenrückhaltebecken erhalten, um künftige Überschwemmungen bei Starkregen zu verhindern oder abzuschwächen. Der Abwasserbetrieb habe bereits für die Kendalstraße drei Varianten durchgerechnet, schilderte Baudezernent Reinhold Koch. Die Baumaßnahme sei außerdem mit der Unteren Wasserbehörde des Landkreises abgestimmt. Als weitere Maßnahme will die Stadt prüfen, ob sie eine Sandverfüllungmaschine anschafft, damit Sandsäcke im Gefahrenfall schneller zur Verfügung stehen.

veröffentlicht am 16.11.2007 um 00:00 Uhr

Der Bachlauf an der Kendalstraße ist vom Bewuchs befreit, ein zw

Dass sich auch die Kommunalpolitiker erst auf die veränderte Hochwasser-Situation einstellen mussten, machte Dieter Horn klar: Bisher sei Hochwasserschutz eigentlich nur ein Thema der Dörfer in der Weserniederung gewesen. Einig waren sich die Bauauschussmitglieder auch darüber, dass die Unterhaltungsverbände künftig prüfen müssten, wo eine naturnahe Gestaltung der Bachläufe noch sinnvoll ist und wo es besser wäre, den Bachlauf von Bewuchs komplett frei zu halten, damit das Wasser besser abfließen kann. Erstmalig kamen auch die Exter-Anrainergemeinden und die benachbarten Lipper Gemeinden im Rintelner Rathaus zusammen, umüber mögliche Hochwasserschutzmaßnahmen zu sprechen. Fazit der etwa eineinhalbstündigen Sitzung: Nur gemeindeübergreifend könne etwas erreicht werden, Landkreise wie das Land müssten sich an den Kosten für effektiven Hochwasserschutz beteiligen. Als ersten Schritt will man jetzt Daten austauschen - in Exten wie im Extertal waren unabhängig voneinander Gutachter tätig gewesen, ohne dass sie sich über ihre Ergebnisse informiert hatten. Während der Sitzung waren auch Schuldbekenntnisse zu hören: Die Gewässerunterhaltung sei im vergangenen Jahr sträflich vernachlässigt worden, das Flussbett der Exter durch Ablagerungen an vielen Stellen schmaler geworden, kam von Extener Seite. Ab sofort sollte man die Gewässerpflege wieder sehr ernst nehmen. Das Problem: Geld für weitreichende Ausbaumaßnahmen ist zurzeit nicht vorhanden. Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz schlug vor: Bis Anfang Dezember sollten die Wasserbehörden aus Schaumburg wie Lippe zu einem Fachgespräch zusammenkommen und die gesammelten Daten austauschen. Aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen wollen Politiker und Fachleute die Möglichkeit von technischen Maßnahmen für den Hochwasserschutz diskutieren. Eine Möglichkeit sei die Anlage eines großen Regenrückhaltebeckens im Extertal. "Einen hundertprozentigen Schutz wird es aber nicht geben", schränkte Buchholz in der Sitzung ein: "Die Budgetdecke ist dünn." Außerdem will man betroffene Bürger fachmännisch beraten lassen, wie sie ihre Grundstücke und Häuser besser schützen können.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare