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Bereiche Jugend, Soziales und Sport unter neuem Dach als "Ordnung und Bürgerdienste"

Reform: Stadtverwaltung verliert ein Amt

Stadthagen (jl). Die Stadthäger Stadtverwaltung ist im Umbruch. Dieser Prozess hat vor fünf Jahren begonnen und wird noch Jahre andauern. Zum Beginn dieses Monats wurde eine Zwischenetappe erreicht: Aus dem bisherigen Ordnungsamt sowie dem Amt für Jugend, Soziales und Sport ist das Amt für Ordnung und Bürgerdienste geworden. Der Mann an dessen Spitze kennt sich in beiden Bereichen aus: Edwin Schmidt.

veröffentlicht am 30.08.2006 um 00:00 Uhr

Edwin Schmidt leitet das neue Amt. Foto: jl

Nach Informationen von Hauptamtsleiter Fritz Wehling haben zwei Faktoren den Ausschlag für die Ämterfusion zum jetzigen Zeitpunkt gegeben. Der Erste ist der Wechsel von neun bisherigen Mitarbeitern des Sozialamtes unter das Dach des Job-Centers, das die Betreuung der Sozialhilfeempfänger jetzt kreisweit erledigt. Durch diesen Personalwechsel spart die Stadt jährlich rund 350 000 Euro Personalkosten ein. Der zweite Faktor ist der Abschied des bisherigen Sozialamtsleiters Jochen Brandt in die so genannte Passivphase der Altersteilzeit vor einigen Monaten. Amtsleiter Edwin Schmidt hat durch die Verschmelzung jetzt wieder einen großen Teil Aufgaben übernommen, für den er bis zur so genannten Rotation zuständig gewesen war. Der Bereich Kultur wurde aus dem von Brandt geleiteten Amt dem Hauptamt zugeschlagen. Es bleiben also die Bereiche öffentliche Ordnung, Schulangelegenheiten, Bibliothekswesen, Jugend und Sport bei Schmidt und Team. Der Reformprozess wird laut Wehling und Bürgermeister Jürgen Hoffmann nicht stehen bleiben. Bereits seit Jahren wird nach deren Worten im Rathaus intensive Nachwuchsarbeit in Form von Fortbildungen und anderen Maßnahmen betrieben. Dabei geht es um die Ausformung einer neuen Generation von Leuten in verantwortlichen Stellung, vorne an um die Nachfolger von Wehling, Schmidt und Bauamtsleiter Manfred Fellmann. Die drei können durch die Bank spätestens 2012 in den Ruhestand gehen, und deren Nachfolger sollen möglichst aus dem eigenen Haus kommen. Bei dem Prozess geht es nicht nur um Posten und Personalien: "Kostensenkung, Erhöhung der Effizienz und einen noch besseren Dienst am Bürger sind unsere Ziele", unterstrich Wehling. Dazu zählen auch die Umstrukturierung des Bereiches Abwasser sowie des Baubetriebshofes und der so genannten Grünkolonne. Der Abwasserbetrieb fungiert seit einem Jahr als so genannter Eigenbetrieb. Die technische Leitung wird nach dem Ausscheiden eines Tiefbauingenieurs zum 1. Oktober die Abfallwirtschaftsgesellschaft des Landkreises (AWS) übernehmen, die bereits die kaufmännische Betreuung inne hat. In Planung ist weiter die räumliche Zusammenlegung der ehemaligen Stadtgärtnerei an der Habichhorster Straße mit dem eigentlichen Bauhof an der Lauenhäger Straße. Ziel sind effizientere Arbeitsabläufe. In diesem Bereich ist die längere Zeit unbesetzte Stelle des Leiters hausintern besetzt worden.

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