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Rechtsanwalt und Notar Reinhardt Hoth begeht sein 25. Berufsjubiläum

"Reden und Verhandeln ist oft wichtiger als ein Prozess"

Bückeburg (rc). Der Bückeburger Rechtsanwalt und Notar Reinhardt Hoth hat dieser Tage sein 25. Berufsjubiläum gegangen. Bereits seit 1988 ist er Fachanwalt für Arbeitsrecht, zu einer Zeit, als es noch keine g esetzliche Grundlage für die Regelung von Fachanwaltschaften gab. Seit 1991 ist er in einer Sozietät mit dem Rechtsanwalt Horst Kappel; Hoth mit Sitz in Bückeburg an der Lüling straße und Kappel in Leipzig gleich gegenüber dem Bundesverwaltungsgericht.

veröffentlicht am 01.03.2008 um 00:00 Uhr

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An seinen spektakulärsten Fall kann sich Reinhard Hoth im Gespräch mit unserer Zeitung nicht erinnern. "Darüber habe ich noch nicht nachgedacht." Er nennt nach einigem Nachdenken aber doch das Heye-Insolvenzverfahren, wo er für die Unternehmensführung im Hintergrund tätig war, nicht als Insolvenzverwalter. Eine Zurückhaltung, die Hoth als eine seiner wichtigsten Grundlagen seiner Tätigkeit ansieht. Seit 1982 berät er mittelständische Betriebe bei der Sanierung mit der Entwicklung von Auffang- und Fortführungskonzepten einschließlich vollständiger Umsetzung und Abwicklung von Nachfolgeregelungen, Finanzierungen oder Sicherheitengestaltungen. In diesem Zusammenhang war er bundesweit im Arbeitsrecht für verschiedene Insolvenzverwalter tätig, arbeitete sich ins Gesellschafts- und Bankenrecht ein und kann auf jahrelange Zusammenarbeit mit Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern in der Region zurückschauen. Auch zu international renommierten Kanzleien im In- und Ausland hält der Notar und Rechtsanwalt Kontakt. Auch die andere Seite, die der Arbeitnehmer, hat Hoth in seiner langjährigen Praxis oft genug erlebt. Wenn ältere Arbeitnehmer ihre Kündigung erhalten hatten und Rat suchten, wenn ihre Existenz auf dem Spiel stand. Geholfen hat Hoth auch hier oft genug, oft im Hintergrund, in vielen Gesprächen und mit viel Verhandlungsgeschick. Er habe nur wenige Sachen vor Gericht ausgefochten, "nur wenn es mit Nachdruck sein musste, war ein Prozess manchmal nicht zu vermeiden." Spannend war für ihn auch der Mauerfall, als er aufgrund seiner Qualifikation für die Akademie Bad Harzburg als Dozent und Berater für ehemalige DDR-Unternehmen wie Kali und Salz, Traktorenwerk Fortschritt, Takraf oder Jena Glas tätig war. "Schöne Erfahrungen, als ich in der Suite des ehemaligen Staatsratsvorsitzenden untergebracht worden bin oder immer ein Kanister bleifreies Benzin im Kofferraum sein musste", erinnert sich der Arbeitsrechtler. Aber auch daran, dass Verträge oft genug nicht das Papier wert waren, auf dem sie geschrieben worden waren, zig Mal wurden sie nicht eingehalten. Sein Rückschluss: "Ein Rechtssystem kann nur auf einem gesellschaftlich-sozialem Konsens aufgebaut werden." Reinhard Hoth - sein Vater betrieb eine Rechtsanwaltspraxis in Bad Eilsen - studierte in Kiel und absolvierte sein Referendariat in Hamburg. 1983 erwarb er seine Zulassung als Anwalt beim Landgericht Bückeburg, machte sich 1989 mit einer eigenen Kanzlei selbstständig.



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