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Anklage: Mit Faust und Bierkrügen auf Festteilnehmer eingeschlagen

Rechtsradikale stehen in Minden vor Gericht

Minden (sk). Drei Rechtsradikale stehen ab heute in Minden vor dem Kadi. Sie hatten vor zwei Jahren beim Schützenfest in Porta Westfalica Menschen verletzt.

veröffentlicht am 13.09.2007 um 00:00 Uhr

Gefährliche Körperverletzung lautet die Anklage eines für drei ´Tage festgesetzten Prozesses vor dem Mindener Amtsgericht. Wegen schwerer Körperverletzung zum Portaner Schützenfest am 2. Juli 2005 müssen sich Marcus W., Jan N. und Marco S. verantworten. Da die Mitglieder der so genannten "Schaumburger Offensive" wegen Tötungs- und Körperverletzungsdelikten in der Vergangenheit mehrfach in Erscheinung getreten sind, trifft die Polizei erhöhte Sicherheitsvorkehrungen, um gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Rechtsradikalen und Mitgliedern der linksautonomen Szene zu verhindern. Den Rechtsradikalen wird zur Last gelegt, einen Festteilnehmer angegriffen und schwer verletzt zu haben, weil er ein T-Shirt mit der Aufschrift "Gegen Nazis" trug. Mit Fausthieben und Bierkrügen sollen sie auf ihr Opfer eingeschlagen haben. Als zwei Festteilnehmer dem Angegriffenen Beistand leisten wollten, wurden auch sie von den Gewalttätern verletzt. Ein am Boden liegendes Opfer soll mit Reizgas besprüht, geschlagen und getreten worden sein. Marcus W. ist erst im Juli wegen Volksverhetzung zu neun Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden.



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