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Feierliches Gelöbnis auf dem Marktplatz Stadthagen / Zahlreiche Zuschauer begleiten 276 Rekruten

"Recht und Freiheit keine Selbstverständlichkeit"

Stadthagen (mw). Zum zweiten Mal sind Rekruten der Achumer Heeresfliegerwaffenschule und der 6. Kompanie des Schweren Pionierbataillons 130 aus Minden auf dem Stadthäger Marktplatz vereidigt worden beziehungsweise haben das Feierliche Gelöbnis abgelegt. Mehrere hundert Zuschauer - darunter auch Angehörige der Soldaten und Vertreter des lokalen öffentlichen Lebens - haben dem Ereignis gestern Nachmittag beigewohnt.

veröffentlicht am 07.09.2007 um 00:00 Uhr

276 Rekruten haben auf dem Marktplatz das Feierliche Gelöbnis be

Der Einmarsch der Truppenfahnen der Heeresfliegerwaffenschule Achum und der 6. Kompanie des Schweren Pionierbataillons 130 aus Minden war Auftakt der Feierstunde. Begleitet wurde der Einzug vom "Preußens Gloria" intonierenden Heeresmusikkorps 1 Hannover. Die erste Ansprache bei der nach einem strengen Zeremoniell ablaufenden Veranstaltung hielt der als Ehrenredner geladene Stadthäger Bürgermeister Bernd Hellmann. "Die Gelöbnisformel erinnert uns daran, dass Recht und Freiheit keinesfalls als Selbstverständlichkeit verstanden werden dürfen", betonte Hellmann. Es sei vielmehr eine "verletzliche Errungenschaft, für die wir uns jeden Tag als Staatsbürger aufs Neue einsetzen müssen". In diesem Sinne hätten sich die jungen Soldaten für eine "sehr verantwortungsvolle Rolle innerhalb unserer Gesellschaft" entschieden. Seine Rede schloss Hellmann mit dem an die Rekruten gerichteten Wunsch, dass diese "nie Gefahr für Leib und Leben" erfahren sollen. Der von den Militärmusikern gespielte "Herzog von Braunschweig Marsch" leitete zur Rede des von den Rekruten gewählten Vertrauensmannes über. Dieser hob hervor, dass die Bereitschaft zur Verteidigung der Grundrechte der Bundesrepublik Deutschland und zur Sicherung im Katastrophenfall der Grund dafür seien, dassdie Rekruten auf dem Marktplatz angetreten sind. Nach "Des großen Kurfürsten Reitermarsch" trat der Kommandeur Martin Weißenfels ans Mikrofon und hielt die Gelöbnisrede. Indem die 261 Wehrpflichtigen und die 15 Zeitsoldaten feierlich geloben beziehungsweise schwören, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, verpflichten sich diese, ihre "persönliche Verantwortung für die Werteordnung unseres Staates zu übernehmen und dafür einzutreten". Dies könne aber auch bedeuten, dass sie Gefahren auf sich nehmen müssen. Mit Blick auf diverse Auslandseinsätze, an denen Weißenfels teilgenommen hat, stellte er indes fest, dass es sich lohne, für Werte wie Demokratie, Recht und Freiheit einzustehen. Die Abgabe des Feierlichen Gelöbnisses beziehungsweise des Eides durch die Rekruten und die Nationalhymne bildeten den Höhepunkt des Zeremoniells. Beim Ausmarsch ließ das Musikkorps wieder "Preußens Gloria" erklingen.



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