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Recht auf schnelle Hilfe

Zu: „,Nicht die Zukunft verbauen‘“, vom 10. August

Seit geraumer Zeit verfolge ich die Debatte um den Standort für das gemeinsame Feuerwehrhaus für die Feuerwehren Bad Pyrmont und Holzhausen. Haben die Verfasser der Leserbriefe immer noch nicht bemerkt, was in Bad Pyrmont geschieht?

veröffentlicht am 21.08.2020 um 22:55 Uhr

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Es gibt immer mehr leerstehende Gebäude in der Innenstadt, Hotels und Pensionen werden geschlossen, da in den vergangenen Jahren versäumt wurde, die gesetzlich zu erfüllenden Auflagen umzusetzen beziehungsweise in die Immobilien zu investieren. Leider ist auch das Staatsbad kein schillerndes Vorbild. Die im Umbau befindlichen beziehungsweise zu renovierenden Gebäude werden den Bad Pyrmontern und Gästen der Stadt sicherlich erst in vielen Jahren wieder vollständig zur Verfügung stehen. Da ist die Diskussion um den Standort des neuen Feuerwehrhauses gerade rechtzeitig entfacht worden, um von allen anderen Problemen abzulenken.

Aus den Leserbriefen geht ganz klar hervor, dass es nicht um das Wohl dieser Stadt und deren Bürger geht, sondern dass persönliche Interessen und Befindlichkeiten in den Vordergrund gerückt sind. Es ist sicherlich keine einfache Entscheidung für die Politiker und Verwaltungsmitarbeiter dieser Stadt gewesen, den Parkplatz am Gondelteich für dieses wichtige Projekt freizugeben. Allerdings sprechen hier viele Argumente dafür, denn hier müssen die gesetzlichen Vorgaben erfüllt werden. Bad Pyrmont und seine Bürger, die Besucher und Patienten haben doch ein Recht darauf, sollte ihre Gesundheit oder ihr Leben in Gefahr sein, schnelle Hilfe zu bekommen. Wir alle sollten uns freuen, die Rettungskräfte in der Nähe zu wissen, um schnellstmögliche Hilfe zu erfahren.

Auch sind Diskussionen entfacht, in Bezug auf den angeblichen Wegfall der Sichtachse in Richtung Lügde. Hier sollten sich diejenigen einen Eindruck vor Ort verschaffen, und sie werden sehen, dass es keine Veränderung diesbezüglich geben wird. Im Gegenzug muss auch einmal auf das „geplante“ Hotel (Staatsbad) an der Hauptverkehrsstraße aufmerksam gemacht werden, welches nach wie vor auf „Eis“ liegt. Potenzielle Investoren würden sich darum reißen, da es an der Hauptverkehrsader liegt. Auf dieser Wiese könnten nun Bedarfsparkplätze ausgewiesen werden, und ein Großteil der weggefallenen Parkplätze wäre egalisiert. Besucher müssten dann auch nicht mehr die vielbefahrene Südstraße in Richtung Schloss und Kurpark überqueren.

Schade ist auch, dass der sogenannte Bennefeldkreis seine Aufgabe, Bad Pyrmont wieder den Charme der 1970er und 80er Jahre zu verleihen, völlig aus den Augen verloren hat, aber eine Front gegen das neue Feuerwehrhaus aufbaut. Wir benötigen in dieser Stadt Fortschritt und keinen Rückschritt und das ewige Festhalten an alte Zeiten. Erwähnenswert ist auch, dass einige Mitglieder dieser Gruppierung jahrelang in führenden Positionen tätig waren und die Möglichkeit gehabt haben, die Weichen für ein zukunftsorientiertes Bad Pyrmont stellen zu können.



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