weather-image
14°

Reaktionen in Politik und Wirtschaft

Große Betroffenheit hat die Nachricht vom geplanten Stellenabbau des heimischen Unternehmens Lenze in der Region ausgelöst.

veröffentlicht am 23.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

B. Wagner

Aerzens Bürgermeister Bernhard Wagner: „Das ist kein gutes Zeichen für die Region“, sagte Wagner. „Ich gehe aber davon aus, dass die Zahlen noch nicht endgültig sind“, meinte Wagner, der von einer Entwicklung sprach, die für die betroffenen Menschen sehr schwierig sei. „Jetzt sind Betriebsrat und Geschäftsführung gefordert, sich zusammenzusetzen. Wenn es Bedarf gibt, dass der Flecken etwas tun kann, stehe ich natürlich zur Verfügung.“

Extertals Bürgermeister Hans Hoppenberg: „Wir müssen jetzt gut überlegen, wie wir weiter vorgehen“, sagte Hoppenberg, der „von einer Katastrophe“ für seine Gemeinde sprach. Hier gehe es nicht um einen kleinen Betrieb, sondern um ein weltweit operierendes Unternehmen. Noch vor drei Wochen sei ihm versichert worden, dass es mit den arbeitsmarktpolitischen Instrumenten zu schaffen sei, die Krise zu bestehen.

Arbeitgeberverband der Unternehmen im mittleren Wesergebiet (AdU): AdU-Geschäftsführer Dieter Mefus: „Wir befürchten seit längerem, dass Kurzarbeitsmaßnahmen nur greifen, wenn die betroffenen Firmen keine strukturellen Probleme haben. Für exportorientierte Unternehmen greifen die Maßnahmen der Bundesregierung nicht – das Konjunkturpaket II ist sehr stark binnenorientiert. Der Fall Lenze bestätigt, dass exportorientierte Unternehmen auch mit strukturellen Problemen zu kämpfen haben. Auf mittlere Sicht ist zu befürchten, dass weitere Unternehmen mit Entlassungen folgen.“

4 Bilder
Hoppenberg

MdB Gabriele Lösekrug-Möller (SPD): „Ich sehe die Entwicklung mit großer Sorge. Allerdings gehe ich davon aus, dass die Unternehmensführung sehr sorgfältig prüft, ob durch eine Verlängerung der Kurzarbeit ein weiterer Arbeitsplatzabbau verhindert werden kann, beziehungsweise die Zahlen noch reduziert werden können. Ich appelliere an die Unternehmensführung, sich ihrer Verantwortung für ihre Mitarbeiter und für die Region bewusst zu sein.“

MdB Hans Peter Thul (CDU): „Für eine strukturschwache Region wie das Weserbergland ist jeder Arbeitsplatzverlust ein Schlag ins Kontor. Wenn es in die Hunderte geht, ist das umso schlimmer. Die Politik auf Bundes- und Landesebene muss nun den Rahmen schaffen, um möglichst schnell aus der Krise wieder herauszukommen.“ (cb/as/TT)



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt