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70 Feuerwehrleute rücken aus / Rettungskräfte holen Boot mit alkoholisiertem Mann ans Weserufer

Rauchmelderalarm löst großen Einsatz aus

POLLE. Ein piepender Rauchmelder hat am Samstagnachmittag die Feuerwehren beschäftigt. Es war 16:36 Uhr, als der Alarm bei den Ortsfeuerwehren Polle, Heinsen, Brevörde und Grave auflief. Zeitgleich wurde auch die Drehleiter der Ortsfeuerwehr Holzminden zur Einsatzstelle in die Amtsstraße nach Polle geschickt. Zu diesem Zeitpunkt konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sich noch Personen in dem Gebäude aufhielten. Also war hier höchste Eile geboten, da Menschenleben in Gefahr sein konnten.

veröffentlicht am 19.08.2018 um 17:42 Uhr

Auf der Weser war ein Mann in einem Boot eingeschlafen. Bei der Bergung kam ein Rettungsboot zum Einsatz. Foto: pr
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Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr an dem alten Amtshaus eintrafen, hörten sie den piependen Rauchmelder. Zudem wurde Brandgeruch und etwas Rauch im Bereich eines Fahrstuhles ausgemacht. Mit Atemschutzgeräten gingen die Einsatzkräfte ins Gebäude, um die Ursache für die Feuermeldung zu suchen. Zeitgleich wurde das Gebäude nach Personen durchsucht. Zum Glück bestätigte sich die Befürchtung nicht, dass sich dort eventuell noch eine Person im Obergeschoss aufhielt. Alle Bewohner der Seniorenwohngruppe saßen im Garten und genossen den Sommernachmittag im Freien.

Als eine mögliche Ursache konnten die Brandschützer unter der Einsatzleitung des Poller Ortsbrandmeisters Michael Eisenbeis den Technikraum des Fahrstuhles in Betracht ziehen. Da dieser jedoch verschlossen war und nur durch die zuständige Aufzugsfirma geöffnet werden kann, wurde der Servicetechniker verständigt. Dieser musste jedoch erst aus dem Bereich Kassel nach Polle anreisen. Bis zum Eintreffen des Experten übernahmen die Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Polle eine Brandwache vor Ort. Neben rund 70 Einsatzkräften der Feuerwehren waren zwei Rettungswagen sowie ein organisatorischer Leiter Rettungsdienst sowie Beamte der Polizei Bodenwerder an der Einsatzstelle in der Amtsstraße. Der Verkehr auf der Bundesstraße wurde örtlich umgeleitet.

Noch während des laufenden Einsatzes erreichte die Brandschützer gegen 17.20 Uhr eine weitere Schreckensmeldung. Auf der Weser zwischen den Ortschaften Heinsen und Polle sei eine „leblose Person“ in einem Gummiboot treibend gesichtet worden. Umgehend wurden die nicht unbedingt benötigten Einheiten der Feuerwehr aus dem laufenden Einsatz herausgelöst und an die Weser geschickt. Zudem wurde das Rettungsboot der Ortsfeuerwehr Holzminden angefordert. Im Bereich des Fähranlegers wurden die Kräfte zunächst in Bereitstellung gebracht, um den genauen Standort des Bootes herauszufinden und dann die entsprechenden Rettungsmaßnahmen einleiten zu können.

Ein Rauchmelder in Polle hatte Alarm ausgelöst. Zunächst wurde befürchtet, dass sich noch eine Person im Haus aufhält. Foto: pr
  • Ein Rauchmelder in Polle hatte Alarm ausgelöst. Zunächst wurde befürchtet, dass sich noch eine Person im Haus aufhält. Foto: pr

Zum Glück stellte sich hier heraus, dass es sich bei der „leblosen“ Person lediglich um einen alkoholisierten Mann handelte, der auf dem Boot eingeschlafen war. Das Boot wurde noch vor dem Ortsbereich Polle ans Ufer gebracht. Dort nahmen Kräfte des Rettungsdienstes und der Polizei den Mann auf.

Insgesamt waren hier 25 Einsatzkräfte der Feuerwehr eingebunden. Sowohl der Stadtbrandmeister Holzminden Manfred Stahlmann als auch der Holzmindener Ortsbrandmeister Michael Nolte waren vor Ort und verschafften sich ein Bild der Lage.red



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