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Unternehmen Ruhe-Reisen reagiert auf das Unglück von Garbsen

Rauchmelder in allen Bussen

Stadthagen (jl). Seit dem vergangenen Wochenende sind die Reisebusse der Firma Ruhe durch die Bank mit Rauchmeldern in den Toiletten ausgestattet. Damit hat das Stadthäger Unternehmen auf die Katastrophe von Garbsen vor einer Woche reagiert.

veröffentlicht am 13.11.2008 um 00:00 Uhr

Kfz-Meister Dirk Rinneüberprüft den Rauchmelder. Foto: rg

Bei Ruhe-Reisen hat kurz nach dem Bekanntwerden der Katastrophe auf der A 2 unweit der Raststätte Garbsen so etwas wie ein tiefes Grübeln eingesetzt. "Wir können uns das nicht erklären", betonte ein sichtlich mitgenommener Ruhe-Chef Johannes Wilkening am Tag nach dem Unglück im Pressegespräch. Wilkening und sein Team haben sich sofort mit Kollegen aus der Branche zusammengetan, um zu beraten, "was wir verbessern können". Umgesetzt haben die Stadthäger schließlich bis zum vergangenen Wochenende eine Empfehlung des "Gesamtverbandes Verkehr Niedersachsen" (GVN) und fotoelek tronische Rauchmelder in den Toiletten der Reisebusflotte eingebaut. "Wir wollten, dass alle Kunden spätestens zum Wochenende mit diesem Schutz auf Tour gehen konnten, und wir haben es auch allen gesagt, dass es die Rauchmelder gibt", betonte der Ruhe-Geschäftsführer. Für Johannes Wilkening gibt es nach diesem Unglück, dass vom Verlauf her keine Vorgänger gehabt habe, eine zwingende Konsequenz: Falls ein Rauchmelder in der Bustoilette mit dem alles durchdringendem Piepen beginnt: "Rechts ranfahren, Türen auf und die Leute raus -aber bloß nicht die Toilettentür öffnen." Mit diesem Vorgang ist nach allen bisherigen Erkenntnissen die Katastrophe von Garbsen ausgelöst worden, weil das schwelende Feuer und die Gase in der Toilette durch den zuströmenden Sauerstoff in Sekundenschnelle explodiert sind und 20 Menschen in den Tod gerissen haben.



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