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Wiedensahler Politiker distanzieren sich deutlich von der Vorgehensweise des CDU-Mitglieds

Ratsmitglieder fordern Horst Peecks Rücktritt

Wiedensahl (kle). Stellvertretend und im Namen von neun Wiedensahler Ratsmitgliedern hat Gemeindedirektor Nathan Adam (CDU) eine schriftliche Stellungnahme zu Äußerungen von Ratsmitglied Horst Peeck (CDU) abgegeben, in der die Ratsleute diesen zum Rücktritt auffordern. Die Stellungnahme nimmt unter anderem Bezug auf Kommentare Peecks zum Rücktritt von Bürgermeister Helmut Schaer (wir berichteten), in denen er sich unter anderem über „die jetzige Mehrheit im Rat“ und deren Vorgehen in Sachen Dorferneuerung moniert hatte.

veröffentlicht am 20.07.2012 um 20:01 Uhr

Zunächst, heißt es in der Stellungnahme, sei der Karren nicht vom Rat „an die Wand gefahren worden“, wie Horst Peeck behaupte, „vielmehr ist es Peeck selbst, der die Zukunftsgestaltung Wiedensahls aufs Spiel setzt, indem er mit großer Mehrheit im Rat gefasste Beschlüsse im Nachhinein über ein Bürgerbegehren zu Fall bringen will“. Bis auf seine Gegenstimme und eine Enthaltung habe der vollständige Rat – „darunter zwei aus der dreiköpfigen CDU-Fraktion“ – für das viel diskutierte Projekt „Klenkenhof“ gestimmt.

Mit Blick auf das Abstimmungsergebnis und das darauf folgende, „über seine Söhne initiierte Bürgerbegehren“ sei bei Peeck „für einen langjährigen Kommunalpolitiker ein kaum vorstellbares, gestörtes Demokratieverständnis festzustellen“. Sein Verhalten sei „ein schlechter Umgang mit Mehrheiten, wenn man selbst nicht zur Mehrheit gehört“. So lasse sich verantwortungsbewusste und nachvollziehbare Politik nicht realisieren. In diesem Zusammenhang distanzierten sich auch Nathan Adam und Ernst-Heinrich Pöhler, die bislang mit Peeck die CDU-Fraktion bilden, ausdrücklich von Peecks Herangehensweise.

„Aus unserer Sicht ist Horst Peeck der Unruhestifter im Gemeinderat und im Dorf, der eine zügige und zielgerichtete Entwicklung des Wilhelm-Busch-Geburtsortes in den zurückliegenden Wochen und Monaten verhindert hat. Wir sehen daher kaum noch eine Basis für eine gedeihliche Zusammenarbeit und fordern Horst Peeck hiermit auf, sein Ratsmandat in Wiedensahl niederzulegen.“

Zudem äußern die Verfasser der Stellungnahme ihre Verwunderung darüber, dass trotz bekannter Austritte von Wiedensahlern aus der CDU, die mit dem undemokratischen Agieren von Peeck in Zusammenhang stünden, es bisher keine Stellungnahme von Unionsvorsitzenden gegeben habe, weder auf Gemeinde-, noch auf Kreis- oder Landesebene. Zum Thema „Klenkenhof“ ergänzten sie außerdem, dass auch nach Schaers Rücktritt die verbliebenen Ratsmitglieder „mehrheitlich vollinhaltlich zum Beschluss pro ‚Klenkenhof‘“ stehen und dies auch weiterhin tun werden.

„Getragen und unterschrieben“, heißt es in dem Schriftstück, ist die Stellungnahme von den Ratsmitgliedern Nathan Adam, Anneliese Albrecht, Erwin Baade, Carsten Dreyer, Karl Krechlok, Tina Maria Meyer, Arend Oetker, Ernst-Heinrich Pöhler und Udo Rüffer.



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