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Arbeitsgruppe befasst sich weiterhin mit dem neuem Konzept / Außentreppe mit Aufzug geplant

Rathaus: bürgernah und behindertengerecht

Obernkirchen (sig). "Wir wollen keine Provisorien schaffen, sondern eine dauerhafte Lösung für zumindest 20 Jahre schaffen." So äußerte sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Wilhelm Mevert in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt zu dem Vorhaben, das Rathaus bürgernah und zugleich behindertengerecht umzugestalten. Der Bauantrag für diese Planungen soll gestellt werden, wenn die Fachausschüsse und der Rat die Weichen dafür gestellt haben.

veröffentlicht am 19.01.2007 um 00:00 Uhr

Wenig einladend: Der Flur wird umgestaltet, der Treppenaufgang s

Erste Ideenskizzen für geeignete Lösungen bestehen schon seit längerem. Aber die finanzielle Situation der Stadt ließ bislang kein weiteres Handeln zu. Eine Arbeitsgruppe, die auf Veranlassung des Verwaltungsausschusses gebildet worden ist, hat sich zunächst mit Anregungen aus dem Kreis der Mitarbeiter befasst. Dabei ging es gleich um mehrere Zielsetzungen. Zum einen soll es im unteren Flur des Gebäudes eine barrierefreie Informationsstelle gegeben, in der auch außerhalb der eigentlichen Öffnungszeiten Ansprechpartner zur Verfügung stehen und Termine mit Sachbearbeitern vereinbart werden können. Unmittelbar im Anschluss befinden sich das Einwohnermeldeamt und das Standesamt. Neu angelegt wird ein behindertengerechtes WC. Dieser Verwaltungsbereich ist unter dem Begriff "Bürgerbüro" zusammenzufassen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verbesserung der Funktionsräume für die politischen Gremien. So soll das Zimmer des ehrenamtlichen Bürgermeisters zu einem Besprechungsraum umgestaltet werden. Außerdem besteht die Absicht, alle Fachbereichsleiter in diesem Flur und damit in der Nähe des neuen hauptamtlichen Bürgermeisters unterzubringen. Wie weit das auch für den künftigen Leiter des Fachbereichs III (Bau, Planung und Umwelt) gilt, muss abgewartet werden. Seine Dienststelle ist am Marktplatz neben der städtischen Bücherei untergebracht. Im zweiten Obergeschoss, in dem sich der Sitzungssaal des Rathauses befindet, soll es noch einen zweiten Besprechungsraum geben, und zwar dort, wo zurzeit der Schreibdienst untergebracht ist. Diese Planungen gehen einher mit der notwendigen Umsetzung der Brandschutzmaßnahmen und sind auch mit dem Landkreis besprochen werden. Wilhelm Mevert (SPD) hatte mit einem eigenen Konzept, dem die Arbeitsgruppe zustimmte, die Errichtung eines Treppenhauses mit Aufzug an der Rückfront des Rathauses angeregt. Durch diesen Anbau könnte der Treppenaufgang im Inneren des Gebäudes entfernt werden. Dadurch würde zusätzlicher Büroraum zur Verfügung stehen. Alle drei Flure sind dann von außen zu erreichen. Die geeignete gestalterische Lösung für den Anbau an dem unter Denkmalschutz stehenden Haus soll von einem Architekten gefunden werden. Der Grünen-Politiker Thomas Stübke wies darauf hin, dass bei den Sanierungs- und Umbaumaßnahmen auch an die Energiekosten gedacht werden soll. Die ermittelten Energiewerte seien nicht "besonders prickelnd". Die Ausschussmitglieder waren sich im Klaren darüber, dass ein so umfangreiches Gesamtprojekt nur in einzelnen Bauabschnitten zu realisieren ist. Wichtig sei es zudem, den damit verbundenen finanziellen Aufwand zuverlässig zu ermitteln.



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