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Wiesenstraße soll um 30 Meter "verschwenkt" werden / Ein stillgelegter Kanal sorgt für Probleme

Rat will Bückeberg-Klinik vom Verkehr entlasten

Bad Eilsen (tw). Eine im Wortsinnüberraschende "Wende" gibt es in den Planungen der Gemeinde mit Blick auf die Erschließung des künftigen Wohnmobilparks und Wohngebiets. Landschaftsplaner Thomas Zerner (Büro I-LEX, Bückeburg) stellte die Pläne während der jüngsten Zusammenkunft des Rates im Haus des Gastes vor. Die SPD, der die Überlegungen laut Vizefraktionschef Hans-Jürgen Winkelhake "völlig neu" sind, staunte nicht schlecht.

veröffentlicht am 20.11.2007 um 00:00 Uhr

Vorgaben bislang: Das Remisengelände einschließlich des künftigen Wohnmobilparks sollte mittels einer Stichstraße allein über die Bahnhof-, nicht aber über die Wiesenstraße erschlossen werden. Gleiches gilt für das künftig angrenzende Wohngebiet. Die Stichstraße sollte in diesem Zuge einen Wendeplatz erhalten. Jetzt ist eine neueÜberlegung hinzukommen: "Wir sollten die Chance ergreifen, und das Kurgebiet der benachbarten Bückeberg-Klinik im Zuge der Änderung des B-Plans entlasten", erklärt Zerner. Der Landschaftsplaner: "Das gelingt, wenn wir die Wiesenstraße so bald als möglich um etwa 30 Meter weg von der Klinik und in den Bereich des B-Plangebiets verschwenken." Klartext: Dem Gemeinde planer schwebt jetzt eine "etwas komplizierte" Kombination vor, bei der das Remisenareal durch die Stichstraße zwar von der Bahnhofstraße her erschlossen wird, es aber gleichzeitig eine Durchgängigkeit zur Wiesenstraße geben soll. "Dieses letzte Stück darf dann allerdings weder von Wohnmobilisten, noch von Lkw, sondern nur von Pkw genutzt werden", betont Zerner. Auf der Gesamtstrecke solle maximal Tempo 30 gelten. Der Bückeburger Planer denkt dabei mit Blick auf den (Alt-)Verlauf der Wiesenstraße, deren Fahrbahn erhalten bleibt, an eine "Sperre" zu Gunsten der Bückeberg-Klinik, die nur durch Fußgänger, Radfahrer und Fahrzeuge der Feuerwehr und Müllabfuhr passiert werden kann. Für das Gros des Rates gleichfalls neu: die aktuellen Überlegungen zur Regenwasserentwässerung für das künftige Wohngebiet. "Auf dem Gelände", sagt Zerner, "liegen zwei Leitungen, die den Bereich von Osten nach Westen queren." Gemäß des Kanalkatasters seien beide Leitungen "durchgängig aktiv". Dagegen hätten die Untersuchungen des Planers ergeben, dass eine "totgelegt" ist - "warum auch immer". Problem dabei: Im Bereich der Wiesenstraße drückt das Wasser bei Starkregen durch Rückstau schon jetzt aus den Gullis. Zerner: "Wenn auch noch das neue Wohngebiet an diese - eine - Leitung angeschlossen werden soll, wäre das heikel." Entweder müsse dann eine neue - dritte - Leitung gelegt werden, oder aber die totgelegte müsse reaktiviert werden; wobei die erste Lösung natürlich die teuerste wäre. Für Bürgermeister Horst Rinne (CDU) ist die Sache klar: "Wir sollten im B-Plan ausdrücklich festschreiben, dass nur der eine der beiden Kanäle nutzbar ist." Die Kosten für das Legen einer neuen Leitung oder aber für das Reaktivieren der toten, müsse dann derjenige tragen, der auf dem Gelände später einmal bauen will. "Die Gemeinde selbst hat das nicht zu interessieren", betont Rinne. Noch einmal: Stichwort Wohngebiet.Öl-, aber auch Holzheizungen sollen dort künftig tabu sein. Stattdessen sollen die Gebäude Gasanschlüsse erhalten; auch der Einsatz von Solarenergie ist vom Rat ausschließlich erwünscht. Einzige Ausnahme: Wer dort ein Niedrigenergiehaus errichtet, dem will die Gemeinde die Möglichkeit geben,das Gebäude auch mit Holz zu beheizen. Weiterer Gang der Dinge: Noch im November/Dezember soll die vorgezogene Anhörung der Behörden zum B-Plan Nr. 25 erfolgen, ehe das Papier dann im Januar/Februar öffentlich ausgelegt wird. Im Rat regte sich dazu bei der jüngsten Zusammenkunft im Haus des Gastes kein Widerspruch.



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