weather-image
15°

Rat vor unlösbarer Aufgabe: Sparen und Infrastruktur erhalten

Rinteln. Die Verwaltung will demnächst dem Rat ein paar Vorschläge machen, wo man den Rotstift ansetzen könnte, um die Schulden nicht ins Uferlose wachsen zu lassen. Entscheiden muss allerdings letztlich der Rat. Der nicht zu lösende Zwiespalt: Was eine Stadt attraktiv macht, kostet auch Geld. Allzu viel zurückschneiden und sparen will hier niemand, auch die Verwaltung nicht.

veröffentlicht am 08.10.2009 um 12:28 Uhr
aktualisiert am 11.10.2009 um 15:47 Uhr

Rinteln. Die Feuerwehr hat als erstes zu spüren bekommen, dass die Finanzkrise auch vor der Stadt Rinteln nicht halt gemacht hat. In der Sitzung des Feuerschutzausschusses am Dienstag machte der Erste Stadtrat Jörg Schröder deutlich, dass die Stadt derzeit kein Geld für den gewünschten neuen Rüstwagen (340 000 Euro) und ein neues Feuerwehrfahrzeug für Friedrichswald hat.
Die Verwaltung will demnächst dem Rat ein paar Vorschläge machen, wo man den Rotstift ansetzen könnte, um die Schulden nicht ins Uferlose wachsen zu lassen. Entscheiden muss allerdings letztlich der Rat.
So werde man unter anderem vorschlagen, die Alte Todenmanner Straße noch nicht zu sanieren, den Fahrzeugpark im Bauhof nicht zu erneuern – obwohl beides eigentlich dringend notwendig wäre – schilderten Jörg Schröder und Stadtkämmerin Kornelia Budde in einem Gespräch. Und weitere Investitionen sollen „zurückgefahren“ werden – die Ratsdamen und Ratsherren werden es demnächst in den Verwaltungsvorlagen nachlesen können.

Der nicht zu lösende Zwiespalt: Was eine Stadt attraktiv macht, kostet auch Geld - wie eine gute Infrastruktur, eine gute Kinderbetreuung, Freizeitangebote, Sportanlagen, Museen, ein Jugendzentrum. Allzu viel zurückschneiden und sparen will hier niemand, auch die Verwaltung nicht.

Mehr dazu lesen Sie morgen in der SZ/LZ.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare