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Nenndorfer Politiker unterstützen mit breiter Mehrheit den Vorstoß aus Rodenberg

Rat unterstützt Ruf nach Gesamtschule

Samtgemeinde Nenndorf (rwe). Der Rat der Samtgemeinde Nenndorf unterstützt auf Antrag der SPD mit breiter Mehrheit die Forderung der Samtgemeinde Rodenberg, im Bereich der beiden Samtgemeinden eine Integrierte Gesamtschule einzurichten. Die Politiker fordern den Landkreis auf, einen entsprechenden Antrag an das Land zu stellen.

veröffentlicht am 05.01.2008 um 00:00 Uhr

SPD-Ratsherr Udo Husmann warb für einen Gesamtschulstandort in Rodenberg. 80 Prozent der Anträge der Eltern auf einen Gesamtschulbesuch ihrer Kinder würden abgelehnt. Im Bereich der Samtgemeinden seien 80 bis 90 Kinder betroffen. "Das ist eine unerträgliche Zahl", meinte Husmann. Er sieht auch Vorteile für den Schulstandort. "Wir sind eine Wachstumsregion." Zudem forderte er die Kommunalpolitiker von CDU und FDP auf, ihren Einfluss bei ihrer Landesregierung in dieser Richtung geltend zu machen. Werner Bövers war nicht ganz so euphorisch. Die Gruppe aus CDU/FDP/FWH stimme zwar nicht gegen den Antrag, aber er warnte davor, die Gesamtschule als das "Nonplusultra" zu loben. Husmanns Plädoyer legte er als Wahlkampf aus. Bövers zweifelte dabei unter anderem daran, ob die Zahlen stimmen. Sein Parteifreund Klaus Weißbrich wies darauf hin, dass viele Eltern die Einheitsschulen ablehnen. "Der Elternwille ist schwer zu deuten", meinte Uwe Engelking (WGN). Er sprach ich dafür aus, das dreigliedrige Schulsystem zu erhalten, aber auch Alternativen zu haben. Für Nenndorf könne es nur von Vorteil sein, wenn die Samtgemeinde ihren Einwohnern Topschulen bieten kann. Er befürwortete den Schulterschluss mit Rodenberg. "Gemeinsam sind wir stärker."

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