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Lebenshilfe wäre geöffnet von 6 bis 20 Uhr / DRK-Rettungsdienst zieht von der Klosterstraße an den Ostpreußenweg

Rat muss entscheiden: Lebenshilfe oder W ichtelburg?

Rinteln (wm). Wird der Kindergarten und die Krippe "Wichtelburg" an der Klosterstraße erweitert oder ein neuer Kindergarten in der "Lebenshilfe" in der Nordstadt eingerichtet? Der Rintelner Rat hat die Entscheidung darüber in seiner jüngsten Sitzung vertagt (wir berichteten). Für die Stadtverwaltung schließen sich die Erweiterung der Wichtelburg und die Einrichtung einer neuen Kinderkrippe auf dem Gelände der "Lebenshilfe" nicht aus.

veröffentlicht am 27.06.2008 um 00:00 Uhr

Eingang zur Wichtelburg und zur DRK-Station. Foto: tol

Wie Erster Stadtrat Jörg Schröder erläuterte, hat ein erstes Gespräch mit "Lebenshilfe"-Geschäfts füh rer Herbert Meier stattgefunden. Man habe die möglichen Räume für die Einrichtung eines Kindergartens und einer Krippe auf dem Gelände besichtigt. Zurzeit prüfe die GVS, die die städtischen Immobilien verwaltet, die räumlichen Verhältnisse. Mit der Wichtelburg könne man den Bedarf in der Südstadt abdecken, mit der "Lebenshilfe" in derNordstadt - wenn sich das Modell realisieren lässt und der Stadtrat zustimmt. Der "Lebenshilfe"-Kindergarten würde in Trägerschaft der "Lebenshilfe" laufen, womit sich auch die Frage der Finanzierung stellt, die Meier lösen müsste. Wie Herbert Meier gestern in einem Telefongespräch erläuterte, könnte er Öffnungszeiten von 6 bis 20 Uhr für berufstätige Eltern anbieten, einfach schon deshalb, "weildie Lebenshilfe ohnehin rund um die Uhr besetzt ist". Zurzeit bietet allein der Kindergarten am Krankenhaus als Betriebskindergarten in Landkreis-Regie langeÖffnungszeiten von 20 vor 6 Uhr morgens bis 19.30 Uhr abends. Wie Krankenhausverwaltungsleiterin Tatjana Daum schilderte, ist der Kindergarten mit 80 Plätzen allerdings ausgebucht. Es gebe eine lange Warteliste. Einen Kinderhort und Kindergarten für 160 Kinder mit einem großen Spielgelände gibt es auf dem "Lebenshilfe"-Gelände bereits für behinderte Kinder der Frühförderung. Meier: "Wir wollen damit selbstverständlich keiner bestehenden Einrichtung Konkurrenz machen, sondern betrachten das als Angebot an die Stadt" - auch weil es dafür offensichtlich einen Bedarf gebe. Aus Sicht der WGS gibt es keine Alternative. Das Angebot des "Lebenshilfe"-Geschäftsführers stelle eine einmalige Chance dar, die die Stadt nützen müsse, betonte gestern Antje Rinne: "Rinteln wird und muss Krippenplätze schaffen - aber wenn dies in der Trägerschaft der Lebenshilfe geschieht, wird die Stadt gleichzeitig eine Menge Geld sparen, denn der Umbau des DRK-Gebäudes werde die Stadt rund 200 000 Euro kosten. Meier habe demgegenüber die Einrichtung von Krippenplätzen ohne Umbaukosten in Aussicht gestellt. In anderen Kindergärten betrachtet man die aktuelle Entwicklung eher mit gemischten Gefühlen. So war von Kindergartenleiterinnen zu hören, die Wichtelburg eigne sich nicht für mehr als zwei Gruppen, denn es fehle hier ein ansprechendes Außen- und Spielgelände, das biete sich bei anderen Einrichtungen eher an. So sieht es auch Antje Rinne: "Das DRK-Haus ist nahezu ohne eigene Grünfläche und rundherum von Parkflächen umgeben; der für die Kinder derzeit genutzte Spielplatz hinter der ehemaligen Krankenhausküche ist auf jeden Fall nicht kleinkindgerecht." Mit dem geplanten Ausbau der Wichtelburg um weitere 25 Betreuungsplätze muss auch der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes mit dem Büro und fünf Mitarbeiterinnen zum 1. August umziehen. Gabriele Daniel erläuterte auf Anfrage, die neuen Räume ständen schon fest: Der Rettungsdienst zieht in das Gebäude des Katasteramtes am Ostpreußenweg ins Erdgeschoss, in die Räume, in denen früher das Gesundheitsamt untergebracht war.

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